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Rinteln startet die IGS: Neue Chancen und Herausforderungen

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„Bildung“, so Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz anlässlich einer Rede zum Start der neuen IGS Rinteln, „gehört zu den kostbarsten Gütern, die wir als erwachsene Generation unseren Kindern und Enkeln mitgeben können.“ Die Zukunft des Landes und der Gesellschaft konfrontiere alle mit vielfältigen Herausforderungen, unter anderem dem demographischen Wandel, der steigenden sozialen Ungleichheit in der Gesellschaft und dem veränderten Schulwahlverhalten der Eltern. Die Bildungslandschaft Deutschlands und Niedersachsens befinde sich seit Jahren im Umbruch, die Gesamtschule als Alternative zum dreigliedrigen Schulsystem war anfangs in der Politik und bei einigen Lehrerverbänden sehr umstritten.

Als gegen Ende des Jahres 2007 die Gremien des Landkreises Schaumburg über die Einführung weiterer integrierter Gesamtschulen diskutierten, war Rinteln für einen IGS-Standort gar nicht im Gespräch. Erst nachdem der Stadtelternrat der Stadt Rinteln im Mai 2008 eine eigene Elternumfrage gestartet hatte, lagen die ersten Zahlen auf dem Tisch: 477 Eltern der damaligen Grundschüler sprachen sich für eine IGS in Rinteln aus.

01 rintelnaktuell igs gesamtschule hildburgschule

Im September 2008 bat der Rat der Stadt Rinteln den Landkreis Schaumburg als zuständigen Schulträger um eine erneute Befragung der Eltern um die Schaffung der Voraussetzungen zur Errichtung einer IGS. Desweiteren richtete man eine Petition an den Niedersächsischen Landtag um die geforderte Fünfzügigkeit bei Errichtung einer IGS abzuschaffen.

Danach folgten Jahre voller Unwegsamkeiten bis es endlich zur Genehmigung einer IGS in Rinteln kommen sollte, erinnerte sich Buchholz.

Zwei Jahre nach der Zusammenlegung der Real- und Hauptschule zur Oberschule wurde im Jahr 2014 im zweiten Anlauf das gewünschte Ziel erreicht. Neben den auslaufenden Schulformen der Realschule, Hauptschule und Oberschule gibt es jetzt vorübergehend vier Schulformen unter einem, respektive zwei Dächern.

Mit der Integrierten Gesamtschule habe der Schulstandort Rinteln eine Bereichtung und Aufwertung erfahren, würdigte der Bürgermeister das Engagement aller Beteiligten und richtete ganz besonderes Lob und Dank an Schulleiter Torsten Rudolf und sein Kollegium für die Schaffung der planerischen und organisatorischen Grundlagen innerhalb kurzer Zeit.

„Als scheidender Bürgermeister darf man ja ungestraft Wünsche äußern“, schloß Buchholz seine Rede mit einem Augenzwinkern und führte fort, „ich würde mich freuen in nicht allzu ferner Zukunft vom Neubau einer IGS an der Burgfeldsweise zu lesen.“ Finanziell wie logistisch dürfte so ein Projekt eine nicht unerhebliche Herausforderung für den Landkreis Schaumburg darstellen. Angesichts der langfristig zu erwartenden, rückläufigen Schülerzahlen spricht einiges für ein gemeinsames Schulzentrum, das den modernen Anforderungen unserer Zeit gerecht wird.

Schuleiter Torsten Rudolf bereitet sich mit den Lehrkräften derweil auf den bevorstehenden Schulstart vor. In den Klassenräumen wird noch hier und da gearbeitet, die erste Dienstbesprechung steht für den heutigen Mittwoch auf dem Stundenplan. Er sei glücklich darüber, dass man sich nach Jahren der Diskussion aufs Kerngeschäft, nämlich guten Unterricht, konzentrieren könne, so Rudolf.

Die neue IGS trägt den Namen „Hildburgschule Rinteln“ und knüpft mit dem künstlerisch geschwungenen Buchstaben „H“ als Logo auf grünem Grund namentlich an die Hildburg Realschule an und trägt deren Namen fort. Die Farbe Grün zieht sich auch in den Klassenräumen wie ein roter Faden durchs Konzept der neuen IGS. In der Symbolik der Farben steht Grün auch für die Hoffnung.

Mit renovierten Räumen startet die IGS zur Premiere in Rinteln.
Mit renovierten Räumen startet die IGS zur Premiere in Rinteln.

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