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Rintelner Interessen fordern Reaktivierung der Schnellbuslinie Rinteln-Bückeburg

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(Rinteln) Die Fraktion „Rintelner Interessen“ beantragt die Aufnahme von Verhandlungen seitens der Stadtverwaltung mit dem Landkreis Schaumburg mit dem Ziel, die Schnellbuslinie Rinteln – Bückeburg zu reaktivieren. Das Thema soll laut dem „RI“-Fraktionsvorsitzendem Prof. Dr. Gert Armin Neuhäuser auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung.

Als Begründung führt Neuhäuser an, die Anbindung Rintelns an den Bahnhof Bückeburg sei „miserabel“. Der Bahnhof in Bückeburg sei für die ÖPNV-Erschließung des Ballungsraumes Hannover und das Gebiet östliches Westfalen – Minden und Bünde – zentral.

Noch im Jahr 2018 gab es Neuhäuser zufolge morgendliche Schnellbusse für Berufspendler um 5:47, 6:10 und 7:10 Uhr zum Bahnhof Bückeburg, wo die Pendler in die S-Bahn umsteigen konnten: „Der Bus fuhr 21 Minuten lang und bediente nur sechs weitere Haltestellen. Heute brauchen die Linienbusse 50 Prozent mehr Zeit bis Bückeburg, weil sie mehr Haltestellen anfahren.“

Deutschland sei von der größten Energiekrise seiner Geschichte geprägt, führt Neuhäuser weiter aus. Für viele Menschen werde die Fahrt mit dem eigenen Auto zum Luxus, den sie sich für den Arbeitsweg nicht mehr leisten können. Die Nutzung des geplanten 49-Euro-Tickets setze aber auch eine gute Anbindung Rintelns an den zentralen Bahnhof Bückeburg voraus, argumentiert Neuhäuser weiter. Die ab Rinteln verkehrende Eurobahn sei seinen Ausführungen zufolge „in Bezug auf Taktung und Kundenservice sowie Zuverlässigkeit eine Zumutung und damit keine Alternative“. Zudem erschließe sie andere Räume.

Die Rintelner Interessen beantragen die Aufnahme von Verhandlungen seitens der Stadtverwaltung mit dem Landkreis Schaumburg. Ziel ist die Reaktivierung der Schnellbuslinie von Rinteln zum Bahnhof Bückeburg – hier im Bild. (Archivfoto)

Neuhäuser: Eurobahn ist Zumutung und keine Alternative

Weitere Kritik adressiert der RI-Fraktionschef an die Politik: „Verwaltung und Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und WGS sind in Bezug auf die Verbesserung des ÖPNV bisher allein dabei stehen geblieben, für rund 211.000 Euro Steuergeld den Bürgerinnen und Bürgern zwei Lastenfahrräder mit Elektroantrieb zum Testen anzubieten. Das Geld hätte sicherlich sinnvoller und auch vielleicht mit einem den ÖPNV tatsächlich verbessernden Ergebnis eingesetzt werden können.“

Der neue Antrag solle „demgegenüber eine tatsächliche Verbesserung des ÖPNV in Rinteln bewirken“. Der Landkreis Schaumburg habe als Träger des Öffentlichen Personennahverkehrs die Möglichkeit, die bereits in der Vergangenheit vorhandene Schnellbuslinie zu reaktivieren, schließt Neuhäuser: „Dies soll die Verwaltung in Angriff nehmen.“ (pr)

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