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Rintelner Pferdekarussell von 1924 auf dem Hamelner Weihnachtsmarkt

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(Rinteln) Marlon Klaasen ist Schausteller und Rinteln ist seine Heimatstadt.

Hier wohnte bereits sein Urgroßvater Franz Bode und über ihn und das von ihm 1924 erworbene Pferdekarussell möchte Klaasen bei „Rinteln Aktuell“ eine besondere Geschichte erzählen.

Der Rintelner Schausteller Marlon Klaasen hat ein Faible für alte Karusselltechnik.

Denn, so Klaasen, Schausteller erzählen den Menschen immer wieder gerne Geschichten, lassen sie in Welten entfliehen, die zumindest für eine begrenzte Zeit frei von Sorgen und Nöten sind, lassen sie lachen, verzaubern Kinder und Erwachsene. Wie gesagt: Die Geschichte beginnt mit Klaasens Urgroßvater Franz Bode. Der kaufte 1924 ein Pferdekarussell mit Riemenantrieb und einem Salzwasseranlasser (Ein Salzwasseranlasser, auch als Flüssigkeitsanlasser oder Wasseranlasser bezeichnet, ist eine spezielle Art von Anlassvorrichtung, die den Anlaufstrom von großen Elektromotoren, insbesondere Schleifringläufermotoren, begrenzt und deren Anlauf steuert).

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Das von der Firma „Gundelwein“ Karussellbau aus Bad Oeynhausen hergestellte Fahrgeschäft war 1924 technisch sowie optisch „state of the art“ und auf Kirmesveranstaltungen ein Muss für alle Kinder. Etwa um 1940 verkaufte Bode das Karussell an Verwandte in Ostfriesland. Doch der Zufall wollte es, dass im vergangenen Jahr ein Onkel von Marlon Klaasen auf ihn zukam und ihm über das Pferdekarussell berichtete, das eingemottet in einer Lagerhalle stand. Klaasen, der sich selbst als verrückt nach nostalgischer Technik bezeichnet, war sofort Feuer und Flamme: „Ich brenne für alte Technik“, so Klaasen. Er hatte gerade erst ein altes Riesenrad wieder zum Leben erweckt, das derzeit auf dem Hamelner Weihnachtsmarkt steht und kaufte das Pferdekarussell zurück.

Technik, die nach der Dampfmaschine kam

Technisch ist das alte Karussell zwar durch seine 100-jährige Geschichte ganz ordentlich in die Jahre gekommen, aber seine Sicherheit ist durch einen frischen TÜV-Bericht gerade erst bescheinigt worden. Auch heute noch treibt ein etwa 70 Jahre alter E-Motor über einen Treibriemen und ein Schwungrad einen Streifenkranz an und ein Salzwasseranlasser sorgt für den ersten Vortrieb des Motors. Eine Technik, die einwandfrei funktioniert und die Klaasen im kommenden Jahr durch eine Verglasung der sogenannten „Stube“, also dem Mittelteil des Karussells, für jedermann sichtbar machen möchte. „Ich weiß aus vielen Erzählungen, dass die Menschen sich für die alte Technik interessieren und das möchte ich ihnen auch zugänglich machen!“

Original Karussellpferde – innen hohl

Wenn man wissen möchte, ob es sich bei einem Pferdekarussell um einen „…richtig alten Schinken“ wie das von Klaasen handelt, dann hilft ein leichtes Klopfen auf eines der Pferde. Vor 100 Jahren wurden die Holzpferde innen noch hohl gebaut. Das sparte Gewicht, denn die meisten Karussells wurden damals noch mit Pferdekraft angetrieben. Auch das von Marlon Klaasen hat noch eine entsprechende Vorrichtung. Von Hand geschnitzt, von Hand bemalt, von Hand auch an vielen Stellen schon ausgebessert. „Die Patina macht den Reiz des historischen Karussells aus, es sieht nicht aus wie frisch mit einer Speckschwarte gewienert!“

Die Schweife der Karusselltiere sind aus echtem Pferdehaar.

16 Originalpferde sind auf dem Karussell, die Schweife der Tiere sind aus echtem Pferdehaar, es gibt Drehtassen, Schiffchen und eine Kutsche, die aus einem Museum herausgekauft wurde. So viel Authetizität bleibt auch der Öffentlichkeit nicht lange verborgen. Klaasen hat für das Pferdekarussell und auch das Riesenrad Anfragen aus Holland, Frankreich und Belgien. Doch erst einmal konzentriert sich der Rintelner Schausteller auf die heimischen Märkte und wer Lust hat, das Pferdekarussell und auch das Riesenrad zu sehen, kann dies bis zum 30. Dezember auf dem Hamelner Weihnachtsmarkt tun.

Auch dieses historische Riesenrad hat Marlom Klaasen wieder zum Leben erweckt.

Bei einer Probefahrt jedenfalls konnte man feststellen, dass auch die Erwachsenen Spaß an der eher besinnlichen Fahrt haben können. Wo hat man es schon, dass man in einer Kutsche vor einer Drehtasse sitzt und sich von wunderbar bemalten Pferden ziehen lässt? Wenn das keine Kulisse für romantische Momente ist, was dann?!

(Text & Fotos: ot)

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