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Rintelner Rat diskutiert über Straßenbeleuchtung: „Auch ´lichtscheues Gesindel´ braucht Licht“

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(Rinteln) Eine alte und fast schon allgemein gültige Weisheit auf Ratssitzungen lautet: „Je geringer das Einsparpotenzial oder die Ausgaben, desto länger die Diskussionen!“

Während unter Punkt neun der Bau des Feuerwehrlogistikzentrums für fünf Millionen Euro (Rinteln Aktuell berichtet an anderer Stelle) innerhalb weniger Minuten mit einer Gegenstimme verabschiedet wurde, ging es hoch her bei Punkt zehn und der Frage, wie lange man in der Nacht das Licht angeschaltet lassen sollte. Derzeit sind die Abschaltzeiten außerhalb der Kernstadt von 23 Uhr bis morgens um 5 Uhr und an Freitagen, Samstagen und Sonntagen sowie vor Feiertagen leuchtet es am Abend eine Stunde länger.

Während die CDU einen durchgehende Straßenbeleuchtung in den Nächten forderte, hätte Karin Dennhardt-Walter von den Grünen die Abschaltzeiten lieber so beibehalten, wie bisher. Ein Kompromiss mit einer Stunde längeren Leuchtzeiten (Wochentags: 00.00 bis 05.00 Uhr abgeschaltet. Freitags, samstags, sonntags und vor Feiertagen 01.00 Uhr bis 05.00 Uhr abgeschaltet) wurde in den Ausschüssen vorberaten und von der Verwaltung auch empfohlen. 18.500 Euro Mehrkosten bedeutet das im Jahr für die Stadt.

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Das Thema Straßenbeleuchtung wird bereits seit Jahren kontrovers diskutiert

Gunnar Dubiel (CDU) beharrte auf seiner Position der durchgehenden Beleuchtung, konnte sich am Ende damit aber bei 16 Ja- und 17 Nein-Stimmen nicht durchsetzen. Prof. Dr. Gert Armin Neuhäuser (RI) sah in der Aufweitung der Leuchtzeiten einen Schritt in die richtige Richtung und begründete das auch damit, dass in der Nacht das Sicherheitsgefühl der Menschen in der Dunkelheit leide und auch der Bauzustand der Gehwege so katastrophal sei, dass man Licht zum Gehen benötige. Als eine „Errungenschaft der Zivilisation“ bezeichnete Kay Steding (CDU) die Straßenbeleuchtung und verlangte eine durchgehende Beleuchtung in der Nacht. Anthony Lee vergleich in Sachen Beleuchtung die Kernstadt Rinteln und die Ortsteile mit Süd- und Nord-Korea; die einen hell, die anderen „stockeduster“.

Gegenwind gab es von Karin Dennhardt-Walter (Grüne), die sich nicht von „gefühlten Unsicherheiten“ in ihrer politischen Arbeit leiten lassen wollte. Lichtverschmutzung sei ein echtes Problem für Insekten und nachtaktive Tiere. Sie forderte stattdessen eine Abschaltung der Straßenbeleuchtung von 22 bis 6 Uhr und errechnete dadurch Einsparungen von 56.400 Euro pro Jahr.

Auch Markus Schwenk (WGS), der sich mittlerweile im Rat einen Ruf nach sehr bildhaften Vergleichen gemacht hat, war gegen eine weitere Ausweitung des Nachtlichts: „Objektiv haben die Grünen recht, denn auch das lichtscheue Gesindel braucht Licht für seine Arbeit!“ Schwenks Beispiel: „Ein Vergewaltiger im Busch hört Getrappel von Schuhen. Ohne Licht weiß er nicht, ob es ein potenzielles Opfer ist, oder der Boss der Hells Angels!“ Er verwies auf den Online-Versandhandel: „Da gibt es prima LED-Leuchten im Angebot!“

Carsten Ruhnau (SPD) geht selbst ab und an abends mit dem Hund auf Tour und weiß aus eigener Erfahrung: „Wenn man nach den Abschaltzeiten spazieren geht, muss man sich eben vorbereiten!“ Nachdem der weitergehende Antrag der CDU keine Mehrheit fand, einigte sich der Rat mehrheitlich auf die Erweiterung der Leuchtzeiten um eine Stunde.

(Text: ot, Fotos: vu)

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