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Rintelner Rechtsanwalt fordert Raumluftfilter und Plexiglasscheiben an Schulen und Wechselunterricht ab Inzidenz von 50

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(Rinteln) Der Rechtsanwalt Thorsten Frühmark hat jetzt in einem Schreiben an Bürgermeister Thomas Priemer gefordert, alle Klassenräume in Schulen städtischer Trägerschaft mit Raumluftfiltern und Abstandsscheiben auszustatten.

In dem uns vorliegenden Brief führt Frühmark an, wissenschaftliche Erkenntnisse hätten zusammen mit Schulschließungen in Rinteln gezeigt, dass sich Schüler mit dem Coronavirus anstecken und dieses weiterverbreiten könnten. Insbesondere für Grundschuler sei es nicht ausreichend, mit Alltagsmasken im Unterricht zu sitzen: „Wir alle wissen, dass diese Alltagsmasken nicht vollends schützen.“ Außerdem fiele es Grundschülern aufgrund ihres jungen Alters nicht leicht, die Maske über mehrere Stunden vernünftig zu tragen. Daher sei es „zwingend erforderlich, die Schulklassen mit geeigneten Raumluftfiltern auszustatten und entsprechende Schutzwände zu installieren“, so Frühmark weiter. Andere Grundschulen hätten diese Konzepte bereits erfolgreich umgesetzt. Falls erforderlich, solle eine außerordentliche Ratssitzung zu diesem Thema einberufen werden.

Thorsten Frühmark, Rechtsanwalt aus Rinteln, fordert den Einbau von Luftfiltern und Plexiglasscheiben in städtischen Grundschulen und weiterführenden Schulen des Landkreises und einen Wechsel ins „Szenario B“ ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen. (Archivfoto)

Weiterhin hat Frühmark in einem Brief an Landrat Jörg Farr diesen dazu aufgefordert, eine Verfügung zu erlassen, nach der an sämtlichen Schulen des Landkreises Schaumburg die Empfehlungen des Robert-Koch-Instutes (RKI) beachtet werden und ab einem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb sieben Tagen ins Wechselmodell, auch „Szenario B“ genannt, gewechselt wird. Laut Frühmark sei es nicht ausreichend, Wechselunterricht erst ab einer Inzidenz von 100 und einer weiteren Infektionsschutzmaßnahme einzuführen: „Wir dürfen nicht erst abwarten, dass sich Schüler bzw. Lehrer anstecken. Es muss hier präventiv gehandelt werden.“ Mit dem Wechselunterricht, deren Ausgestaltung durch die Schulleiter vorgenommen werde, solle die vollständige Schließung von Schulen vermieden werden. Es bedeute einen interessengerechten Ausgleich zwischen dem Ziel des Schutzes der Bevölkerung, der Verhinderung einer Überlastung des Gesundheitssystems und dem Recht auf Schulbildung, argumentiert der Rechtsanwalt aus Rinteln. Weiterhin wird gefordert, sämtliche Schulen im Landkreis mit geeigneten Raumluftfiltern und Plexiglasschutzscheiben auszustatten. Dies sei erforderlich, da bekannt sei, dass die im Regelfall benutzten Alltagsmasken nicht in vollem Umfang schützen würden und eigentlich alle zwei Stunden ausgetauscht werden müssten. Ebenso sei davon auszugehen, dass Schüler und Jugendliche erst spät geimpft würden. Daher sei solch eine Verordnung wichtig, „unabhängig von den Vorgaben des Landes“, so Frühmark.

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