(Rinteln) Gunnar Dubiel (CDU) hatte den Kampf gegen Rintelns „Vermüllung“ zu seiner politischen Herzensangelegenheit erklärt und freute sich, dass aufgrund seines Antrags auf Erweiterung des Angebots der AWS an der Annahmestelle am Doktorseeweg die Verwaltung schnell und erfolgreich tätig wurde.
Auf Initiative der Stadtverwaltung hatte die AWS mitgeteilt, dass umfangreiche Verbesserungen am Recyclinghof geplant seien (Rinteln Aktuell berichtete). Bargeldlose Zahlung, verlängerte Öffnungszeiten durch automatisierten, möglicherweise auf einem Kennzeichenerfassung basierten Ablauf mit baulich getrennten Zu- und Abfahrten stehen im Raum. Und auch der Rintelner Baubetriebshof arbeitet an der Abfallreduzierung aktiv mit, indem Ablagerungen nicht nur entfernt, sondern auch noch systematisch dokumentiert werden. Dadurch sollen Schwerpunkte für solche Ablagerungen perspektivisch erkannt werden.

Während sich im Bauausschuss alle einig waren, dass die angestoßenen Maßnahmen ein großer Erfolg der Stadtverwaltung sind, entbrannte eine Diskussion über die Frage, ob alle Bürger einen Gutschein für eine kostenlose Sperrmüllabfuhr pro Jahr erhalten sollten. Gunnar Dubiel hatte das gefordert und Antje Rinne (RI) unterstützte das. Eine Ungerechtigkeit, so wie von Uta Fahrenkamp (Grüne) gesehen, sei das nicht, so Rinne. Fahrenkamp war der Auffassung: „Wer Müll produziert, der soll dafür auch zahlen!“ Denn zahlen müsse es auch bei einem Gutschein jemand: „Und zwar die Allgemeinheit“, so Fahrenkamp.
Von Britta Steuer aus dem Behindertenbeirat der Stadt Rinteln, kam dann noch der Vorschlag, dass man mit der AWS über die Einführung einer sogenannten „Windeltonne“ reden solle. Als Vater dreier Kinder sah Bauausschussvorsitzender Matthias Wehrung das durchaus mit Wohlwollen und auch für ältere Menschen mit Inkontinenzproblemen sei eine solche Tonne wertvoll, so Steuer. Ein Ärgernis für die Politik sind auch immer wieder die großen Müllansammlungen rund um Altglas- oder Kleidersammelstellen. Jens Maack (WGS) stellte fest, dass das nur an schlecht einsehbaren Standorten ein Problem sei. „Bei OI-Glasspack ist es auf dem Parkplatz rund um die Altglascontainer sauber“, so Maack. Er regte an, Container künftig an solchen gut einsehbaren Stellen aufzustellen und sie gegebenfalls per Video zu überwachen.

Bürgermeisterin Andrea Lange verwies darauf, dass Ende März 2026 die Verträge mit den Aufstellern der Container auslaufen und man dann in neue Verhandlungen eintrete. Sie mahnte aber auch dazu, das Problem vom Grundsatz her anzugehen: „Es muss eine Sensibilisierung bei den müllverursachenden Menschen geweckt werden!“
(ot)


























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