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Sanierung des Wasserschadens in Kreissporthalle: Das dauert noch

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(Rinteln) Seitdem in der Kreissporthalle an der Burgfeldsweide ein Wasserschaden bemerkt worden war, ist für die Sportler Stress angesagt. Der komplette Seitentrakt der Halle 2 musste im März diesen Jahres geräumt werden, Schaumstoff aus der Sprunggrube und der gesamte Bodenbelag war nass geworden und landete säckeweise im Müllcontainer. Der Seitentrakt Geräteturnen musste daraufhin in einem Drittel der Turnhalle aufgebaut werden. „Das belastet natürlich alle Gruppen in Halle 2“, sagt Cornelia Strübe vom Vorstand der Vereinigten Turnerschaft Rinteln (VTR), „wir haben gerade noch Glück. Die Leichtathleten sind draußen, sonst wird es zum Beispiel freitags sehr eng bei je einem Drittel Volleyball, Rhönrad, Leichtathletik und dann noch Geräteturnen.“

So sah es Ende März nach dem entdeckten Wasserschaden in der Kreissporthalle aus. (Archivfoto)

Spätestens ab Oktober, wenn wieder alle Beteiligten drinnen trainieren, werde es wieder sehr eng in der Halle, so Strübe. So habe man bei der Disziplin Spiraleturnen kaum Trainingsmöglichkeiten und die Räder müssten „wie bei Tetris“ immer raus- und reingeräumt werden. „Das kostet uns bei jedem Termin Trainingszeit“, erklärt Strübe die Problematik. Seit der Entfernung des Bodenbelags habe sie keine Handwerker, Trocknungsgeräte oder etwas anderes gesehen, was auf ein baldiges Ende der Situation hinweise, ergänzte sie.

Hier ein aktuelles Foto. Mit dem Ende der Sanierungsarbeiten ist nicht vor Ende der Herbstferien zu rechnen, hieß es von Seiten des Landkreises.

Kreissporthalle Rinteln: Sanierung erst in den Herbstferien

Auf unsere Anfrage beim Landkreis meldete sich Kreisrätin Katharina Augath und teilte gegenüber Rinteln-Aktuell.de mit, dass als Schadensursache eine defekte Dichtung am Fußpunkt der Außenwand ermittelt worden sei. Dadurch sei bei Starkregen Wasser unter den Schwingboden eingedrungen. Man gehe von einem Schaden in Höhe von rund 150.000 Euro aus. Derzeit würde gerade geklärt, so Augath, welche Versicherung den Schaden übernimmt. Hoffnung auf eine rasche Besserung der Situation konnte sie allerdings nicht machen. Zunächst müsste die Stelle von außen abgedichtet werden, erst dann könne mit den Arbeiten im Inneren der Halle fortgefahren werden. Man gehe davon aus, dass die Sanierung des Schadens erst zum Ende der Herbstferien abgeschlossen sein werde. Das wäre dann gegen Mitte Oktober. Die momentane Lage und hohe Auftragsauslastung in der Baubranche mache es schwierig, Handwerker zu bekommen.

Die abgesperrten und freigelegten Bereiche an der Außenwand der Kreissporthalle.

Strübe ärgert wiederum vor allem die „dürftige Art der Kommunkation seitens des Landkreises“, wie sie sagt. Durch die spontan notwendige Entsorgung der Schaumstoffe in der Schnitzelgrube und die damit verbundene Neuanschaffung seien der VTR Kosten entstanden, die bei einem eventuellen Versicherungsschaden geltend gemacht werden müssten. Das, so Strübe mit Blick aufs ehrenamtliche Engagement, zeige die „wenige Wertschätzung der Arbeit, die wir leisten.“ Seitens des Landkreises heißt es wiederum, die VTR habe keine Kosten für die Entsorgung von Schaumstoff geltend gemacht.

Säckeweise Schaumstoff aus der Schnitzelgruppe musste die VTR im März auf eigene Kosten entsorgen.

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