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Schätze auf Rädern bei der 23. Oldtimer Weserberglandfahrt unterwegs

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„Der April macht, was er will“ – einmal mehr sollte der Volksmund Recht behalten, als sich 125 Teilnehmer in diesem Jahr zur 23. Oldtimer Weserberglandfahrt aufmachten und auf 150 Kilometern über Landstraßen bis Melle und zurück einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Tag mit einigen Zwischenprüfungen verbrachten.

Frühaufsteher konnten die automobilen Schätzchen bereits in den frühen Morgenstunden zum ersten Mal bewundern, als sich die historischen Gefährte bei kühlem und feuchten Wetter auf dem Marktplatz in Bewegung setzten und dabei den süßlichen Geruch ungefilterter Abgase in der Rintelner Innenstadt hinterließen. Zwischendurch spülte so manch frischer Schauer selbst hartgesottene Automobilisten aus der Innenstadt, doch kurz nach 14 Uhr begannen die ersten Karossen mit der Rückkehr in Rintelns Fußgängerzone.

Die Fahrt über den Marktplatz bis auf den Kirchplatz glich einem automobilen Catwalk. Einige der „Topmodels“ mit vielen Jahrzehnten Straßenerfahrung blieben gleich in Rintelns „guter Stube“ stehen, wo sie von regelrechten Rudeln an Fotografen mit kleinem und großen Equipment fürs private Erinnerungsalbum abgelichtet wurden. Zwischen Ratskeller und Nikolaikirche entwickelten sich dann allerlei vielfältige Benzingespräche.

Früher Fortschritt: Das Modell „DS“ von Citroen, hier in der zweiten Generation von 1967-1975, verfügte bereits über Scheinwerfer, die sich je nach Lenkradstellung mitbewegten. Dies war der Vorläufer des heutigen Kurvenlichts.

So manche Familie schaute sich das Auto an, das „Papa“ einst nach der bestandenen Führerscheinprüfung stolz als erstes über heimische Straßen zirkelte. Und wenn man sich überlegt, mit welcher Freiheit Cadillacs Automobildesigner einst Karosserieformen zeichneten, dann wünscht sich so mancher die „gute alte Zeit“ angesichts moderner, windkanal-optimierter und im Einheitsbrei der Vorschriften immer ähnlicher wirkenden Formen zurück.

Ob BMW..
..oder Cadillac – die Rückleuchtendesigner hatten seinerzeit nahezu freie Hand und ließen ihrer Fantasie freien Lauf bei der Gestaltung.
Historische Fahrzeuge inmitten der historischen Kulisse am Kirchplatz.

Das älteste Fahrzeug im Teilnehmerfeld war die Startnummer 1 (ein Buick aus dem Jahre 1925), den Siegerpokal für die beste Gesamtwertung konnten am Ende Horst Deppe und Dietrich Ballin (unterwegs im Austin Healey aus dem Jahr 1958) in Empfang nehmen. Natürlich gab es nicht nur Teilnehmer auf vier Rädern: Die beste Motorradwertung ging an Johanna und Renke Frerichs (BMW aus dem Jahr 1955). Als Damen-Duo siegten Lea und Annette Hohmeier (in einer 1957er BMW Isetta). Zwei Teilnehmer aus dem Feld der Oldtimer hatten großes Pech: Sie verunfallten mit ihren Fahrzeugen während eines Überhol-, bzw. Abbiegevorgangs in der Nähe von Herford. Dabei wurde eine Frau verletzt, es entstand hoher Sachschaden, der von der Polizei auf rund 81.000 Euro geschätzt wird. (siehe HIER)

Dietrich Ballin und Horst Deppe holten sich den Gesamtsieg. Re: Bürgermeister Thomas Priemer bei der Pokalvergabe.

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