(Hohenrode)
Der NABU Rinteln weist aus aktuellem Anlass darauf hin, dass die Kameruner von Andreas Behrens aus Steinbergen, die seit diesem Jahr auf der Streuobstwiese Hohenrode die Landschaftspflege übernommen haben, ab sofort ins Winterquartier müssen.
Den Grund dafür erläutert der Vorsitzende Dr. Nick Büscher: „Vor einigen Tagen haben Unbekannte aus falsch verstandener ‚Tierliebe‘ Futter hinter den Zaun geworfen.“ Die Schafe werden auf diese Art und Weise fehlgeprägt und zeigen ein unerwünschtes Verhalten: Diese illegale Fütterung am Zaun führt dazu, dass die Schafe nun immer anfangen zu rufen, wenn ein Auto an der Streuobstwiese vorbeifährt. Darüber hinaus kann eine Fütterung der Schafe mit dem falschen Futter zu Koliken und schweren Vergiftungen bis zum Tod führen.
„Das Füttern der Tiere ist verboten und auch völlig unnötig“, wie Büscher erläutert. Die Kameruner werden auf der Streuobstwiese gut versorgt und vom Tierhalter auch regelmäßig gefüttert. Auch ist auf der Wiese noch genügend Futter vorhanden und eine zusätzliche Fütterung sowohl sinnlos als auch illegal, schädlich und gefährlich. „Der Tierhalter hat die Verantwortung für die Tiere und niemand sonst. Wir werden jede illegale Fütterung zur Anzeige bringen, sollten wir jemanden dabei erwischen“, wie Büscher betont. Er appelliert an die Nachbarschaft der Streuobstwiese, ebenfalls aufzupassen und Personen, die versuchen, die Schafe zu füttern, gezielt anzusprechen und darauf hinzuweisen, dass dies verboten ist.
Gefährliche und falsch verstandene „Tierliebe“ kann den Landschaftspflegern zum Verhängnis werden
Die aktuelle Fütterung der Kameruner am Zaun führt nun zu einem deutlichen Mehraufwand für den Tierhalter: „Andreas Behrens muss die Tiere nun von der Wiese nehmen und einwintern, obwohl geplant war, sie ganzjährig auf der Streuobstwiese zu belassen. So wird ein Teil der Wiese nun nicht mehr von den Schafen gepflegt und sie werden erst im Frühling ihre Arbeit wieder aufnehmen können“, so Büscher weiter.

Dies ist ein Nachteil für den Tierhalter und für den Naturschutz, da die Tiere nun unnötigerweise von der Wiese transportiert werden müssen und das artenreiche Grünland nicht so gepflegt werden kann, wie es ursprünglich gedacht war.
(pr/Foto: NABU, Kathy Büscher)



























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