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Schock-Anrufe in Rinteln: Falsche Enkelin weint am Telefon

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(Rinteln) Am heutigen Tag gingen bei der Polizei in Rinteln bereits bis zum Mittag mehrere Hinweise zu sogenannten Schockanrufen ein.

Demnach sind in Rinteln und Umgebung heute Vormittag mehrere Personen angerufen und von einer lautstark weinenden, schluchzenden Frauenstimme überrascht worden. Nach kurzer Zeit sprach eine männliche Stimme, die sich als Polizeibeamter ausgab und mitteilte, dass die Enkelin bzw. Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursachte habe und nur gegen eine Kautionszahlung einer Festnahme entgehen würde.

In vielen Fällen erkannten die Angerufenen den Betrugsversuch sofort und legten erfreulicherweise sofort auf. Eine 72-Jährige aus Hohenrode ließ sich durch die stark schluchzende Stimme allerdings zunächst verunsichern und wollte in großer Sorge ihre Enkelin sprechen, was ihr verweigert wurde. Der Anrufer sagte sogar unter Verweis auf das Weinen der Enkelin, dass dies aktuell nicht möglich wäre. Als man sie mehrfach zur Kautionszahlung aufforderte, wurde ihr jedoch klar, dass die richtige Polizei sie nie nach Geld fragen würde. Auch sie beendete dann das Telefonat und meldete sich ebenfalls bei der Polizei.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor diesen Schockanrufen: „Die Täter täuschen auf perfide Art eine Notlage von Familienmitgliedern vor um die Angerufenen massiv unter Druck zu setzen und zu beeinflussen. Beenden Sie umgehend ein solches Telefonat und nehmen sie Kontakt mit der nächsten Polizeidienststelle auf. Rufen Sie Angehörige unter der Ihnen bekannten Telefonnummer zurück. Geben Sie Fremden in keinem Fall Auskünfte über vorhandenes Bargeld oder Wertgegenstände oder eigene sensible Daten. Präventiv können mit Familienmitgliedern Sicherheitsfragen vereinbart werden, zu denen nur Sie die Antwort kennen.“ (pr)

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