(Rinteln) Eigentlich ist es ja ganz einfach. Die Kindheit prägt den Menschen bis ins hohe Alter und für alle Taten kann man – eben ganz einfach – das innere Kind verantwortlich machen.
Das „Euro Studio Landgraf“ nahm sich des Themas an und inszenierte in der Rintelner „ErnA“ auf Einladung des Kulturring das Stück „Das Kind in mir will achtsam morden!“. Das Stück erforderte jedoch eine gewisse Vorbefassung mit der Thematik, oder zumindest Kenntnis über das erste Theaterstück „Achtsam morden“, ohne das einigen der Zuschauer der rote Faden der Verständnis fehlte. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass zur Pause manche Gäste mit mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen im Blick ihr Getränk genossen.
Zur Erklärung: Anwalt Björn Diemel (Ralph Opferkuch) hatte nämlich im ersten Stück seinen Klienten „Dragan“ umgebracht und mittels seinem abgeschnittenen Daumen dessen Mafiaclan weitergeführt. Jetzt führt er zusammen mit Sasha, seinem kriminellen Partner mit Erzieherausbildung, einen Kindergarten. Im Keller haben die beiden Boris eingesperrt, einen brutalen Verbrecher, für den sie nun auch dessen Clan weiterführen.
Eine verzwickte Situation, denn Boris kann irgendwie aus dem Kellerverlies entkommen und dann gibt es ja auch noch die Holgerson Bande, die Park-Assis, den Psycho-Clown zur Therapie von Diemels innerem Kind und die Kindergartenmutter Laura, mit der sich Diemel eine Affäre gönnt.
Keine leichte Kost, aber mit ein wenig Vorkenntnis und der Erkenntnis, dass man nicht die ganze Schuld des eigenen Lebens dem inneren Kind zuschreiben kann, ein Abend mit Tiefgang.
Im Programm des Kulturring geht es nun weiter mit dem Musical-Thriller „Mörder unter sich“ mit Maricel Wölk, der ehemaligen Hauptdarstellerin von „Mamma Mia“ in Hamburg (Rinteln Aktuell berichtete).
(Text & Fotos: ot)



























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