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Senioren-Pflegeheim an der Dauestraße feiert Richtfest / Baubeginn in der Klosterstraße noch offen

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(Rinteln) Nach sieben Monaten Bauzeit ist der Rohbau des neuen Senioren-Pflegeheims an der Dauestraße fertig. Jetzt wurde Richtfest gefeiert.

Wie berichtet, entsteht auf dem ehemaligen, rund 5200 Quadratmeter großen Gelände des Zimmereibetriebs Requardt eine dreigeschossige Pflegeeinrichtung. Das Unternehmen IMMAC Sozialbau GmbH aus Hamburg baut hier ein neues Zuhause mit 100 Pflegeplätzen und zwei Wohngruppen für je 12 Senioren. Ingesamt sollen 124 Menschen stationär gepflegt und betreut werden.

Auf dem ehemaligen Zimmerei-Gelände entsteht der Neubau mit 124 Pflegeplätzen.

Projektleiter Frank Meyer bedankte sich bei der Stadtverwaltung und der Volksbank für die gute Zusammenarbeit und berichtete über den Baufortschritt, der trotz Corona-Krise und Ukraine-Krieg gelungen war. In 2023, bis Ende des Sommers, also nach rund weiteren zehn Monaten Bauzeit, soll das Projekt fertiggestellt werden. Lob für die Stadtoberhäupter und das Bauamt gab es auch von IMMAC-Vorstand Jens Wolfhagen („Bauen in Deutschland ist heute nicht mehr einfach und schnell“).

Der Richtkranz hängt am Baukran: Anfang 2022 begannen die Erdarbeiten, nach sieben Monaten Bauzeit stand der Rohbau.

Während beim Projekt in der Dauestraße die Fertigstellung mit großen Schritten naht, ist beim zweiten Bauvorhaben in der Klosterstraße noch kein Beginn in Sicht. Ursprünglich war ein Baustart im dritten Quartal diesen Jahres vorgesehen. Die ungünstigen Bedingungen, Materialknappheit und Verteuerung der Rohstoffe lassen jedoch weiterhin offen, wann es mit dem Neubau des geplanten Wohn- und Geschäftshauses am südlichen Ende der Rintelner Fußgängerzone überhaupt losgeht.

Die Gebäude in der Klosterstraße sind längst abgerissen, ein Bauzaun-Banner erinnert an das hier geplante Bauprojekt mit Dialysestation, Wohnungen und Tiefgarage.

 

Projektleiter Frank Meyer (mi.) wird eine Zeitkapsel in der Wand des Hausmeisterbüros versenken. Darin sind Münzen, Bauunterlagen und eine Tageszeitung vom 9. November 2022 enthalten. Rechts: IMMAC-Vorstandsmitglied Jens Wolfhagen.

Eine verlässliche Planung und Kalkulation sei dem Vernehmen nach derzeit jedenfalls schwierig, man bleibe jedoch „dran“, erklärte Meyer. Auch beim Bau des Seniorenheims in der Dauestraße habe man Lieferschwierigkeiten hautnah mitbekommen. Die größten Verzögerungen habe es laut Meyer bei den Betondecken gegeben.

Zurück an die Dauestraße: Neben Wohnraum mit Wohlfühlcharakter setzt das Unternehmen auch auf nachhaltige Bewirtschaftung. LED-Leuchtmittel gehören ebenso dazu wie eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und eine Pelletheizung. Die Baukosten belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro.

Spannend wird es künftig beim Thema Parken. Wie wir 2019 berichteten, war in den politischen Fachausschüssen nach Bekanntwerden der Pläne eine Debatte über die Parkmöglichkeiten entfacht. Angesichts der chronisch zugeparkten Straßen und Parkplätze in der Dauestraße und Graf-Adolf-Straße würden Fahrzeuge von Lieferanten, Mitarbeitern und Besuchern des künftigen Seniorenheimes die Situation noch verschärfen, so die Befürchtung damals. Diese Bedenken teilt man seitens der Projektleitung allerdings nicht. 18 Parkplätze werden auf dem Gelände vorhanden sein, erklärt Meyer. Zusätzlich gebe es ringsherum weitere, freie Parkmöglichkeiten, hieß es.

(vu)

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