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Silixen: 240-Meter-Windrad bei Krankenhagen beschäftigt Gemeinderat Extertal

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(Extertal/Rinteln) Der Bau einer 240 Meter hohen Windkraftanlage in Silixen beschäftigt am morgigen Donnerstag, 14. Januar, um 18 Uhr den Rat der Gemeinde Extertal. Auf der Tagesordnung steht die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens für das Windrad, über das in der Vergangenheit auch im Rintelner Rat eifrig diskutiert worden war.

In der öffentlich einsehbaren Beschlussvorlage ist sinngemäß zu lesen, dass das Einvernehmen zum immissionsrechtlichen Genehmigungsantarg, die Errichtung und den Betrieb der Anlage erteilt werden soll (die vollständige Beschlussvorlage ist unter https://extertal.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZYbJXdOtfIieBpfiAAjBepMLdd3FXpUmxuN-AZy0osZp/Beschlussvorlage_2019-31_2._Ergaenzung.pdf veröffentlicht).

In diesem Gebiet nahe der Kreisstraße 80 am Möllenbecker Wald ist der Bau des 240-Meter-Windrades geplant.

Der Verein Gegenwind Extertal/Rinteln e.V. erhebt Einwendungen gegen die Beschlussfassung und führt in einer Pressemitteilung mehrere Gründe gegen die Erteilung des Einvernehmens an.

Als einen Punkt spricht der Verein die Höhe der Anlage an. Der Flächennutzungsplan 2016 gehe von höchstens 200 Meter hohen Windrädern aus. Mit ihren 240 Metern Höhe sei die geplante Anlage ein industrielle Großanlage und korreliere weder mit dem kleinteiligen Flächennutzungsplan noch den Zielen der Schutzverordnung.

Weiterhin werde der Mindestabstand von 720 Metern der geplanten Windkraftanlage zu den nächst gelegenen Wohnhäusern weit unterschritten. Je nach Lage zum Windrad dürften manche Häuser kaum noch zu verkaufen sein, was einem „enteignungsgleichen Eingriff zum Nachteil aller Anwohner im Bereich von unter 1000 Metern“ gleichkäme. In Bezug auf eine Studie des RWI-Leibniz Instituts für Wirtschaftsforschung nennt der Verein Wertverluste für Immobilienpreise bis zu 24 Prozent, wenn die Häuser näher als 1.000 Metern an Windkraftanlagen stünden. Zuletzt geht der Verein „Gegenwind Extertal / Rinteln e.V.“ von einer Befangenheit bei der Beratung und Abstimmung in der vorangegangenen Bauausschuss-Sitzung aus, da der Vorsitzende Heinrich-Wilhelm Tölle selber Anteilseigner eines Windparks sei und daher die Sitzung mit der Entscheidung über den Tagesordnungspunkt „Windkraftanlage Silixen“ weder hätte leiten noch an ihr aktiv teilnehmen dürfen.

Dazu schreibt der zweite Vorsitzende des Vereins „Gegenwind Extertal/Rinteln e.V.“, Ralf Heßberger: „Wir weisen darauf hin, daß der Beschluss der letzten Bauauschuss-Sitzung mit hoher Wahrscheinlichkeit ungültig ist und daher keinen Bestand hat.“

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