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Skandal im Bike-Bezirk: Warum erlaubt die Untere Naturschutzbehörde keine Erweiterung des vorhandenen Bike-Parks?

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(Rinteln) Ortsratsmitglied Kay Steding war auf der letzten Sitzung außer sich zur Frage, warum der vorhandene Bike-Park am Heinekamp nicht erweitert wird und warum stattdessen ein zweiter Park in der Nordstadt gebaut werden soll: „Ich halte das für einen Skandal, dass die Untere Naturschutzbehörde einer Erweiterung am Heinekamp nicht zustimmt.

Die Stadt sollte sich noch einmal intensiv mit der Behörde ins Vernehmen setzen“, so Steding. Er fände es „…dramatisch besser“, den bereits bestehenden Park mit weiteren und unterschiedlich schweren Fahrmöglichkeiten für die Biker auszubauen. Sein Fraktionskollege Matthias Wehrung sah das weitaus undramatischer: „Die Nordstadt und ihre Jugendlichen werden durch den neuen Park an der Waldkaterallee gefördert, der Platz ist zentral und groß genug. Da bleibt sogar noch etwas für einen Hundespielplatz übrig, den wir schon seit längere Zeit fordern“, so Wehrung.

Und dieser „Hundespielplatz“ ließ Iris Melsa fast explodieren: „Ein Köttelgang direkt am Bike-Park? Nein!“ Sie forderte, dass das gesamte Gelände den Jugendlichen für einen Bike-Park zur Verfügung gestellt werde. Damit konnte sich auch Ursula Mücke (SPD) besser identifizieren, denn sie sah besonders Probleme bei der Zuwegung zum neuen Park, der direkt an der Waldkaterallee liege, wo es keine Haltemöglichkeiten für Eltern-Taxis gebe, wenn die Eltern ihre Kinder mit deren Fahrrädern dort hinfahren würden. Am Heinekamp habe sie dies bereits beobachtet.

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Das wollte Matthias Wehrung so nicht gelten lassen: „Das sind doch keine Grundschulkinder, die mit ihren Bikes halsbrecherische Tricks im Park fahren. Die werden es wohl auch schaffen, von der Waldkaterallee auf das Parkgelände abzubiegen!“ Und was die Verbringung von Eltern anbelange: „Meine Kinder würden sagen: Papa, das ist ja peinlich, wenn du uns bringst!“

Ein besonderer Vorteil des Parks sei, so Gunnar Dubiel, dass die Jugendlichen sich selbst um die Sauberkeit und den Erhalt des Platzes kümmern. Eine Projektskizze mit den Wünschen der Jugendlichen wurde gemeinsam von den Jugendlichen und der Stadtjugendpflege erstellt. Entstehen soll hier eine Anfängerstrecke mit einigen Fortgeschrittenenabschnitten, um verschiedene Fertigkeitslevel abzudecken und auch im Idealfall Sprungmöglichkeiten anzubieten und damit das Angebot am Heinekamp zu ergänzen. Der Vorteil verschiedener Schwierigkeitsgrade liegt darin, dass die Fortgeschrittenen den Anfängern entsprechend Hilfestellung leisten können.

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Am Ende stimmte der Ortsrat geschlossen dafür, dass das Projekt so umgesetzt werden soll, wie die Stadt das bislang geplant hat. Maximal 50.000 Euro sollen als städtischer Zuschuss dafür ausgegeben werden.

(ot)

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