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„Smishing“: Polizei warnt vor SMS mit Paketbenachrichtigungen

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Seit einigen Wochen häufen sich die Anzeigenerstattungen und Meldungen bei der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg im Zusammenhang mit SMS, die Downloadlinks für Paketbenachrichtigungen enthalten.

Diese Vorgehensweise wird auch als „Smishing“ bezeichnet, ein Kunstwort zusammengesetzt aus „SMS“ und dem englischen Wort „phishing“. Gemeint ist das illegale „Angeln“ von sensiblen Daten per SMS. Die in die SMS eingefügten Links bestehen immer aus einem 10-stelligen Buchstabencode und enden aktuell mit duckdns.org.

Sobald man dem Link anklickt, gelangt man auf eine HMTL-Seite auf der man aufgefordert wird, seinen Browser zu aktualisieren. Bestätigt man diese Aufforderung, wird automatisch eine Schadsoftware heruntergeladen. Anschließend verschickt die Schadsoftware im Schnitt ca. 200 SMS und zwar grundsätzlich nicht oder nicht ausschließlich an die im infizierten Gerät gespeicherten Telefonnummern.

Beispiele für die genannten Betrugs-SMS. Die Nummern wurden von uns unkenntlich gemacht.

Die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg rät bei Erhalt einer solchen SMS diese fotografisch beispielsweise mittels Screenshot zu sichern und im Anschluss
sofort zu löschen. Sollte der Link angeklickt und die Schadsoftware bereits installiert worden sein, empfiehlt sich eine komplette Neuinstallation des betroffenen Gerätes. Außerdem sollte über die Änderung der Passwörter der auf dem Mobilgerät genutzten Dienste erfolgen.

Die Polizei rät: „Sollten Sie eine derartige SMS erhalten haben, dann können Sie sich jederzeit mit ihrer zuständigen Polizeidienststelle in Verbindung setzen. Dies gilt selbstverständlich auch wenn kein Schaden entstanden ist.“ (pr)

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