(Rinteln) Ab sofort beginnt die großangelegte Kanalsanierung in Rinteln, die wichtigsten Verkehrswege rund um Doktorseeweg und Friedrichstraße betreffen. Vorbereitende Arbeiten starteten bereits im Juni, während eine schmale Rampe aus modernen Techniken den Zeitplan mit möglichst geringen Beeinträchtigungen umsetzt.
Der Abwasserbetrieb der Stadt Rinteln startet mit der umfassenden Sanierung eines Abschnitts des Abwasserkanals im Doktorseeweg sowie in der Friedrichstraße. Routinemäßige Kamerabefahrungen hatten Mängel im Kanalsystem sichtbar gemacht. Um größeren Schäden vorzubeugen, ist die Reparatur unverzichtbar. Zugleich soll der Aufwand während der Sommerferien realisierbar bleiben, damit Anwohner und Pendler weniger beeinträchtigt werden. Dennoch müssen sich Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf Einschränkungen einstellen.
Dies sind die Auswirkungen auf AWS und Verkehr
Die Verkehrsführung wird dabei an mehreren Stellen angepasst. Im Bereich Hartler Straße und Doktorseeweg gilt bis voraussichtlich Ende August eine halbseitige Befahrung: Eine Baustellenampel regelt den Verkehr und sorgt für eine geordnete Durchfahrt. Am Doktorseeweg selbst kommt es in Höhe der Kläranlage im selben Zeitraum zu einer temporären Vollsperrung. Für Zufahrt zur Kläranlage sowie zum Recyclinghof der Abfallwirtschaft Schaumburg (AWS) wird eine Umleitung eingerichtet und ausgeschildert, damit die Versorgung trotz Bauarbeiten gewährleistet bleibt.
Oberirdische Kanalleitung
Ein Detail der Baumaßnahmen wird den Straßenverkehrsteilnehmern ins Auge stechen: Über der Straße hängt für rund zwei Wochen eine provisorische oberirdische Kanalleitung wie eine Brücke. Diese Lösung sorgt dafür, dass der Abwasserfluss während der Arbeiten weiterläuft und die Unterbrechung möglichst gering bleibt.
Schlauchliner-Verfahren reduziert Arbeitsaufwand
Bei der Sanierung im Doktorseeweg geht es insgesamt um mehrere Kanalabschnitte mit einer Länge von rund 500 Metern. Moderne Technik kommt zum Einsatz: Das Schlauchliner-Verfahren ermöglicht eine schnelle, effektive Sanierung ohne umfangreiche Erdarbeiten. Ein flexibler Schlauch, getränkt mit Kunstharz, wird in das beschädigte Rohr eingezogen; nach dem Aushärten entsteht daraus ein neues, stabiles Rohr im Rohr. So wird der Raum unter der Straße erhalten, Zeit eingespart und die Beeinträchtigungen begrenzt. Auch in der Friedrichstraße wird nach diesem Prinzip auf mehr als 800 Metern gearbeitet.
Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende August andauern. Der Abwasserbetrieb bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer um Verständnis für die unvermeidbaren Behinderungen und appelliert daran, die entsprechend ausgeschilderten Umleitungen zu beachten. Mit dem Einsatz der modernen Schlauchliner-Technik steht eine zukunftsweisende, schonende Sanierung im Fokus, die die Lebensqualität der Anwohner so wenig wie möglich belastet.
(Text & Fotos: ot)
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