(Rinteln) Deutschland schwitzt weiter und wartet auf Abkühlung. Nach der schweißtreibenden Ratssitzung ohne Klimaanlagen und Ventilatoren am vergangenen Donnerstag (wir berichteten) stand die Frage im Raum, wann wohl ein erster politischer Antrag mit „Kühlungs-Effekt“ gestellt werden würde.
Nun ist es soweit, wenn auch ein wenig anders, als man vermuten würde.
Die Vorsitzende der Rintelner SPD-Ratsfraktion, Astrid Teigeler-Tegtmeier, beantragt aktuell in einem uns vorliegenden Schreiben mehrere Maßnahmen: Es soll eine „Abkühlungszone mit Sprühnebel z.B. im Blumenwall“ hergestellt werden, sowie die Ausweisung kühler Aufenthaltsorte in Rinteln und seinen Ortsteilen, in denen Abkühlungszonen innerhalb und außerhalb öffentlicher Gebäude dargestellt werden. Weiterhin möchten die Sozialdemokraten weitere, öffentliche Trinkbrunnen aufstellen – auch in den Ortsteilen.
Weitere Trinkbrunnen gefordert
Die Gefahr von Hitzewellen steige als Folge des Klimawandels, begründet Teigeler-Tegtmeier den Antrag. Um die Bürger vor gesundheitlichen Gefahren durch extreme Hitze und UV-Strahlung zu schützen, müssten auch in Rinteln Präventionsmaßnahmen ergriffen werden. „Insbesondere die momentane Wetterlage gibt einen Vorgeschmack auf weiter folgende Hitzewellen“, heißt es in dem Antrag.

Abkühlungszonen im Schatten von Bäumen mit Sprühnebel können laut SPD-Antrag Erleichterung bringen. Insofern sei es naheliegend, „in unserem Blumenwall eine solche erste Anlage zu installieren“.
Bürger der Innenstadt und der Ortsteile sollen darüber hinaus aufgefordert werden, natürliche Abkühlungszonen innerhalb und außerhalb öffentlicher Gebäuden zu benennen. Diese können dann auf einer Karte Rintelns hinterlegt werden.
„Die Stadt Osnabrück hat diese Maßnahme im Rahmen ihres Hitzeschutzaktionsplanes erfolgreich umgesetzt“, argumentiert die SPD weiter.
Sprühnebler sind bereits in einigen Städten im Einsatz
Wie solche Sprühnebelsäulen in der Praxis aussehen können, zeigt eines von vielen Beispielen in deutschen Innenstädten, in denen diese Anlagen bereits installiert sind. Dabei soll der Effekt der Kühlung auftreten, ohne die Kleidung der Nutzer zu durchnässen, heißt es zum Beispiel in den Nürnberger Nachrichten: KLICK
Die Stadt Regensburg nennt Kosten einer solchen Anlage in ihrem Fall (zwei Säulen für rund 24.000 Euro) und erklärt die Wirkungsweise auf der stadt-eigenen Internetseite: Wasser wird mit hohem Druck durch feine Düsen gepresst und als Nebel in die Luft abgegeben. Durch Verdunstung entziehen die winzigen Tröpfchen der Umgebung Wärmeenergie. Die gefühlte Temperatur könne dadurch „um bis zu zwölf Grad sinken“.
(vu)



























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