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Sportpolitischer Abend mit Innen- und Sportministerin Daniela Behrens in Rinteln

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(Rinteln) Die Zukunft des Sports, die Stärkung des Ehrenamts und die Bedeutung der Vereine für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie standen im Mittelpunkt eines sportpolitischen Abends mit Niedersachsens Innen- und Sportministerin Daniela Behrens im Weser-Fit-Rinteln.

Die SPD-Landratskandidatin Andrea Stüdemann hatte gemeinsam mit dem SPD-Unterbezirk Schaumburg zu der Veranstaltung eingeladen. Zahlreiche Vertreter der Sportvereine aus dem Schaumburger Land nutzten die Gelegenheit zum Austausch über die aktuellen Herausforderungen des Vereinssports.

Sportvereine „wichtiger denn je“

In ihrer Begrüßung stellte Andrea Stüdemann die Bedeutung der Sportvereine für das Schaumburger Land heraus. Kinder und Jugendliche lernten dort früh, Verantwortung zu übernehmen, sich einzubringen und gemeinsam Regeln zu leben. Gleichzeitig seien die Vereine Orte der Begegnung, der Integration, der Inklusion und des Ehrenamts. „Demokratie lebt nicht allein in der Wahlkabine. Sie lebt dort, wo Menschen miteinander reden, Verantwortung übernehmen und sich einbringen – auch in unseren Sportvereinen“, sagte Stüdemann. Gerade in einer Zeit, in der der gesellschaftliche Zusammenhalt immer wieder auf die Probe gestellt werde, seien diese Orte wichtiger denn je.

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Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (4.v.l.) mit Vertretern aus Kommunalpolitik und den Sportvereinen.

Auch Rintelns Bürgermeisterin Andrea Lange begrüßte die Gäste und unterstrich die Bedeutung einer langfristigen Sportentwicklung für die Stadt. Mit der Rintelner Sport AG seien gemeinsam mit den Vereinen Prioritäten für die Sanierung und Weiterentwicklung der Sportstätten erarbeitet worden. Der Sportpark Rinteln zeige beispielhaft, wie die enge Zusammenarbeit von Stadt, Landkreis, Vereinen und Ehrenamt zum Erfolg führen könne.

In ihrem Impulsvortrag stellte Ministerin Daniela Behrens die Sportförderung des Landes Niedersachsen vor. Mit dem Sportfördergesetz und den festen Anteilen aus den Glücksspielerträgen verfüge Niedersachsen über eine bundesweit besondere Grundlage zur Förderung des Sports. Gleichzeitig sprach sie sich für den Abbau bürokratischer Hürden und eine weitere Stärkung des Ehrenamts aus. Mit Blick auf den Leistungssport betonte sie: „Wenn man Spitzensport haben will, braucht man zwingend den Breitensport.“

Ein weiteres Thema war die Schwimmfähigkeit von Kindern. Nach Angaben der Ministerin kann derzeit etwa jedes dritte Grundschulkind in Niedersachsen nicht sicher schwimmen. Das Land investiere deshalb in die Sanierung von Schwimmbädern und in die Ausbildung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern. Als gelungenes Beispiel aus der Region wurde das Projekt „Schaumburg geht Schwimmen“ vorgestellt.

Erfahrungen und Probleme aus der Sportpraxis

In der anschließenden Diskussion schilderten die Vertreter der Sportvereine ihre Erfahrungen aus der Praxis. Themen waren unter anderem der Mangel an Ehrenamtlichen, die Auswirkungen der Ganztagsbetreuung, fehlende Hallenzeiten, der Sanierungsbedarf vieler Sportstätten sowie der Wunsch nach weniger Bürokratie. Deutlich wurde im Austausch, dass Sportvereine weit über den Sport hinaus Verantwortung übernehmen. Sie fördern die körperliche und psychische Gesundheit, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Kinder und Jugendliche lernen dort früh, Verantwortung zu übernehmen, sich einzubringen und Demokratie im Alltag zu erleben.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Mehrfachnutzung öffentlicher Gebäude. Andrea Stüdemann verwies darauf, dass die Kommunen gemeinsam mit den Hilfsorganisationen Katastrophenschutz-Leuchttürme entwickeln und dabei auch Schulen und Sportstätten einbeziehen. Angeregt wurde, Förderprogramme künftig stärker miteinander zu verzahnen, damit Investitionen sowohl dem Sport als auch dem Bevölkerungsschutz zugutekommen können.

Zum Abschluss besichtigten die Teilnehmer den Sportpark Rinteln.

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Andrea Stüdemann zog ein positives Fazit: „Sportvereine bringen Menschen zusammen. Hier lernen Kinder und Jugendliche früh, Verantwortung zu übernehmen und sich einzubringen. Wer den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken will, muss deshalb auch die Vereine stärken. Dafür brauchen sie gute Rahmenbedingungen und verlässliche Unterstützung.“

(pr; Foto: pr)

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