(Rinteln) Feierliche Orgelklänge und eine Kirche, die aus allen Nähten platzt: Der Einzug von Pastorin Nadja-Elena von Storch und dem Kirchenvorstand in die St.-Nikolai-Kirche hatte echtes Feiertags-Feeling.
Beim Blick in die voll besetzten Bankreihen zeigte sich der Kirchenvorstandsvorsitzende Harald Scheibe sichtlich bewegt und scherzte in seiner Begrüßung: „Ja ist denn schon Weihnachten?“
Wenn es nach ihm ginge, dürfte diese Resonanz ab jetzt Standard in St. Nikolai werden. Der Kirchenvorstand hatte sich im Vorfeld bereits einstimmig für von Storch als Nachfolge von Pastor Dr. Jörg Mosig ausgesprochen (wir berichteten). Die erfahrene Seelsorgerin, die bisher in Barkhausen aktiv war, freut sich nun auf ihre neuen Aufgaben in Rinteln.
Der unsichtbare Gast am Tisch
In ihrer ersten Predigt stellte die Pastorin das Abendmahl ins Zentrum und schlug eine Brücke direkt in unseren Alltag. Sie verglich das Sakrament mit privaten Partys und Einladungen, bei denen – oft ganz unbemerkt – immer auch ein „unsichtbarer Gast“ am Tisch sitzt.
In einer Welt, die materiell im Überfluss lebt, lenkte sie den Blick auf das, was wirklich zählt: Christus sucht nicht nach unseren Fehlern, sondern sieht uns mit liebenden Augen an. Er ist es, der den wahren Hunger von Seele und Herz in unserer eigentlich so satten Gesellschaft stillt.
So geht es jetzt weiter

Nach dem Segen war noch lange nicht Schluss: Bei der anschließenden Kennenlernrunde nutzten viele die Chance, mit ihrer neuen Pastorin ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen.
Formell läuft das Ganze jetzt so ab: Bis zum kommenden Samstag läuft noch die kirchenübliche Frist für etwaige Einsprüche. Sobald diese vorbei ist, gibt die Landeskirche Hannover ihr endgültiges Okay, um den gemeinsamen Weg offiziell zu besiegeln.
(Text & Fotos: ot)


























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