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Stadtwerke Rinteln: Gas wird teurer, Strompreis stabil, Steuersenkung für Kunden rückwirkend

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(Rinteln) Die Stadtwerke Rinteln geben bekannt, dass der Strompreis bleibt kommenden Jahr stabil bleibt. Der Gaspreis steigt, da erstmals die von der Bundesregierung beschlossene CO2-Bepreisung greift. Ebenso der Preis für Wärme. Dafür berechnen die Stadtwerke ihren Kunden für das ganze Jahr 2020 nur den gesenkten Mehrwertsteuersatz.

Prokurist und Vertriebsleiter Thomas Rinnebach und Horst Söffker, Prokurist und kaufmännischer Leiter informieren über die Details.

Ableser: Für die Stadtwerke sind jetzt wieder die rund 30 Mitarbeiter unterwegs, die Strom-, Gas- und Wasserzählerstände bei den Kunden ermitteln. Bedingt durch Corona kommen die Mitarbeiter allerdings nicht wie gewohnt in die Wohnung oder das Haus, sondern stecken eine bereits frankierte Karte in den Briefkasten, auf dem die Kunden selbst die Zählerstände notieren können. Lediglich größere Mehrfamilienhäuser – mit Zählern im Keller – werden wie gewohnt abgelesen, weil es hier üblicherweise zu keinen Kontakten kommt. Die Mitarbeiter der Stadtwerke können sich selbstverständlich ausweisen.

Hier gehe es um die Sicherheit der Kunden sowie der Mitarbeiter, erläuterte Söffker. Die Karten sollen bitte nur per Post zurückgeschickt werden, notfalls können die Karten in einen separaten Briefkasten am Kundenzentrum der Stadtwerke am Bahnhofsweg 22 eingeworfen werden. Kontakte sollen hierbei möglichst eingeschränkt werden. Außerdem können die Zählerstände per E-Mail: ablesung@stadtwerke-rinteln.de übermittelt werden.

Wer Probleme hat, bei den neuen elektronischen Zählern den korrekten Zählerstand abzulesen oder die Ablesekarte auszufüllen, kann sich bei den Stadtwerken telefonisch unter 05751 700 925 melden.

Gaspreis: Bereits 2019 hat die Bundesregierung das sogenannte Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) beschlossen. Rinnebach formuliert das so prägnant: „CO2 als klimaschädliches Treibhausgas bekommt ein Preisschild“. Im Jahr 2021 sind das 25 Euro je Tonne CO2. Geld, das in erneuerbare Energien investiert werden soll. So zumindest der Plan der Bundesregierung.

Dieser staatlich vorgegebene Preis wird künftig wie Steuern und Abgaben in die Energiepreise einkalkuliert. Rinnebach betonte, ein regionaler Energieversorger wie die Stadtwerke könne das nicht auffangen, sondern müsse es an die Kunden weitergeben. Somit steigt der Erdgaspreis je Kilowattstunde ab Januar nächsten Jahres in allen Tarifen einheitlich um 0,55 Cent je Kilowattstunde (brutto). Das macht bei einem durchschnittlichen Haushalt, der im Jahr rund 20 000 Kilowattstunden verbraucht, etwa 110 Euro pro Jahr aus. Damit sei Erdgas, gemessen an anderen fossilen Energieträgern, noch günstig, erläuterte Rinnebach. Bei Heizöl betragen die Mehrkosten bei vergleichbarem Verbrauch
pro Jahr rund 160 Euro.

Strompreis: Nur rund 20 Prozent des Strompreises können die Stadtwerke selbst durch Einkauf und Vertrieb beeinflussen. Alles andere seien gesetzliche Abgaben wie Steuern und Netzentgelte. Die Stadtwerke Rinteln können im kommenden Jahr den Strompreis stabil halten, weil es Veränderungen bei diesen Positionen gegeben hat, die das unter dem Strich möglich machen. So sind zum Beispiel die EEG-Umlage und die Offshore-Netzumlage gesunken. Andere Umlagen wie die Abschaltbare Lasten-Umlage gestiegen. Lediglich die Mehrwertsteuer steigt wieder auf den alten Wert.

Steuersenkung: Um die Folgen der Corona-Krise abzumildern hatte die Bundesregierung beschlossen, die Mehrwertsteuer ab Juli dieses Jahres zu senken (16% bei Strom, Gas und Wärme, 5% bei Wasser). Diese Preissenkung werden die Stadtwerke, über die gesetzliche Vorgabe hinaus, rückwirkend an ihre Kunden zum 1.1. weitergeben. (pr)

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