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Stiftung für Rinteln: Kranzniederlegung in Gedenken an Elisabeth Böndel

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Die Stiftung für Rinteln hat jetzt in Gedenken an die Stifterin Elisabeth Böndel einen Gesteckkranz an ihrem Grab auf dem Seetorfriedhof niedergelegt. Böndel, die am 13.11. diesen Jahres ihren 98. Geburtstag gefeiert hätte, verstarb 2016 und hinterließ eine Zustiftung in Höhe von rund 200.000 Euro, die das auf Dauer zu erhaltende Stiftungskapital deutlich erhöht. Mit den daraus erwirtschafteten Erträgen können jedes Jahr soziale und kulturelle Projekte gefördert werden.

Elisabeth Böndel kam 1921 in Blomberg zur Welt. 1925 zog die Familie in die Seetorstraße nach Rinteln. Sie besuchte die Volksschule und das Lyzeum in Rinteln. Um ihr den Besuch eines Gymnasiums zu ermöglichen, ließ sich der Vater nach Halle (Westfalen) versetzen. Elisabeth machte ihr Abitur in Bielefeld, studierte in Frankfurt/Main und wurde Berufsschullehrerin. 1945 musste sie von einem Wohnsitz im Osten nach Halle in Westfalen fliehen. Dann arbeitete sie in Bielefeld als Lehrerin. 1950 heiratete sie den in Rinteln ansässigen Herbert Böndel. Gemeinsam führten beide das Geschäft in der Klosterstraße 3. Auf der einen Gebäudeseite war das Lebensmittelgeschäft, das im Herbst und Winter auch Wild anbot. Auf der anderen Seite gab es Sämereien und Gartenpflegeartikel zu kaufen. Daneben und im Obergeschoss verkaufte Elisabeth Böndel edles Porzellan und Glaswaren. Mit dem Aufkommen der Supermärkte endete die Zeit der kleinen Lebensmittelläden. In der Weser- und Klosterstraße gab es mehrere davon. 2018 verstarb ihr Ehemann Herbert. Das Ehepaar Böndel ist auf dem Seetorfriedhof bestattet.

Den anwesenden Vorstandsmitgliedern der Stiftung für Rinteln (Thomas Priemer, 2.v.r., Kornelia Budde, re., Herrmann Stoevesandt, 3.v.r.) schlossen sich einige Rintelner Bürger zur Kranzniederlegung auf dem Grab der Eheleute Böndel an.

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