(Rinteln) Laues Lüftchen nördlich des „Weißwurst-Äquators“ in Runde 12 der Segelflug-Bundesliga. Dafür machte die Runde 13 wieder einiges gut:
Der Samstag bescherte dem Norden lediglich kurzzeitig nutzbare Thermik. Diese war für Liga-Flüge jedoch zu schwach.
In Rinteln konnten die Flugschüler Nathan Mlambo und Lukas Konitz jeweils kurze Flüge ins Netz stellen. Stephan Beck gelang mit seinem Flugschüler Hauke Kluck ein Flug von 91 Minuten.
Keine Punkte nördlich des „Weißwurstäquators“ in Runde 12
Der Sonntag war dann geprägt von einem Regengebiet, welches über Norddeutschland hinwegzog. Erst am späten Nachmittag blinzelte dann vereinzelt die Sonne durch die Wolken. Für Wertungsflüge war es dann zu spät.
Gewonnen hat diese Runde der FSC Odenwald vor SFG Donauwörth-Monheim und SFG Giulini/Ludwigshafen. Ihre Piloten flogen mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 106 bis 120 km/h.

Befreiungsschlag in Runde 13: LSV Rinteln holt in dieser Runde Platz 5
Am Samstag zeigte sich das Wetter in Rinteln von der besseren Seite. Der Tag begann zwar wolkenlos, jedoch sollten laut Vorhersage ab 15:00 Uhr die ersehnten Cumuluswolken vom Westen in unseren Bereich hereinströmen.
Bereits um 11:23 startete Stephan Beck mit seinem Flugschüler und konnte das erste Steigen bis auf knappe 900m Höhe auskurbeln. Um 13:00 waren dann die Cumulanten in erreichbarer Nähe.

Reinhard Schramme mit seinem Co-Piloten Rolf Bödeker startete um 13:07 zum Wertungsflug. Die Wolken markierten den Flugweg, der sie zum ersten Wendepunkt westlich des Flugplatzes Achmer führte. Dannach ging es bis an den nördlichen Rand des Schießgebietes von Unterlüß. Der Rückweg führte dann über Nienburg wieder nach Rinteln.
4 Minuten später war auch Michael Sasse in der Luft. Sein Flugweg führte ihn auch in die Nähe von Achmer. Die zweite Wende legte er in den Bereich Schneverdingen, um dann über Bohmte zurück nach Rinteln zu fliegen.
Dritter im Bunde war Bernd Goretzki, der in Locktow (südwestlich von Berlin) startete. Sein Flug führte ihn bis an die polnische Grenze bei Rothenburg/Oberlausitz. Von dort flog er nach Nordwesten, überquerte bei Burg noch die Elbe und flog dann weiter Richtung Flugplatz Bienenfarm nördlich von Brandenburg an der Havel. Von dort ging es dann wieder zurück nach Locktow.
Mit 296 Geschwindigkeitspunkten (Schramme 106,77 / Goretzki 95,96 / Sasse 93,36) holte die Mannschaft den 5 Platz in dieser Runde.
Derweil wurden in Rinteln die Flugschüler unter schweißtreibenden Bedingungen tatkräftig geschult.Highlight des Tages war der erste Alleinflug-Überland von Nathan Mlambo. Erst um ca. 16:00 startete er mit dem einsitzigen Astir in Rinteln und landete sicher in Bohmte. Für ihn ein wichtiger Meilenstein zum Erhalt der Segelfluglizenz.

Der Sonntag brachte dann in Norddeutschland kein für den Streckenflug nutzbares Wetter. Die guten thermischen Bedingungen hatten sich nach Süddeutschland verlagert. Dort konnten sich Dettingen (Platz 1 mit 408 Punkten), Donauwörth (Platz 2 mit 344 Punkten ), Odenwald (Platz 3 mit 338 Punkten) und Steinwald (Platz 4 mit 301 Punkten) vor Rinteln platzieren.
Mit diesem Ergebnis gelang dem LSV Rinteln ein deutlicher Sprung nach vorne, weg von den Abstiegsplätzen.
(pr; Fotos: LSV)

























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