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Stopfmaschine bei Rinteln-Stadthagener Eisenbahn im Einsatz

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Ein langer, gelbgrüner Gast befährt seit letzter Woche die Gleise der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn. Es handelt sich um eine sogenannte Stopfmaschine, die den Schotter im Gleis neu unter die Schwellen verpresst. Im Schotter müssen nämlich innere Hohlräume Elastizität und Regenwasserabfluss gewährleisten und gleichzeitig die einzelnen Steine durch Verkantung eine stabile Unterlage bilden, die den Belastungen und Schwingungen durch den Zugverkehr widersteht. Nach Jahren sind je nach Topografie auch zugewachsene oder zugeschlammte Stellen nachzuschottern und erneut zu stopfen.

Die Stopfmaschine im Einsatz (Foto: privat/B. Rohrsen)

Der Einsatz der Maschine erfolgt aufgrund einer Vereinbarung zwischen der Stadthäger Firma Schweerbau und der für die Strecke verantwortlichen Bückebergbahn Rinteln-Stadthagen GmbH (Bbb), wonach die Maschine für Testzwecke diverse Stellen der Strecke neu stopft. Da in der 1997 gebauten Maschine offenbar ein Relais schadhaft ist und der Motor manchmal zum unpassenden Moment ausgehen kann, ist die Besatzung während des Betriebs fieberhaft auf Fehlersuche. Die Maschine ist eigentlich speziell für das Stopfen von Weichen konstruiert, der grün lackierte Mittelteil ist deshalb schwenkbar und besitzt eine eigene Kabine; sie kann aber ebenfalls, wie jetzt auf der Eisenbahn Rinteln-Stadthagen, durchaus auch auf freier Strecke eingesetzt werden. Für die Bbb und für Schweerbau der mit Testmöglichkeit sozusagen vor der Haustür eine klassische „Win-Win-Situation“.

(Foto: privat/B. Rohrsen)

Es ist übrigens nicht der erste Einsatz von Schweerbau auf der Strecke. Im letzten Jahr hatte die Firma den Zuschlag nach der Ausschreibung einer Erneuerung von 100 m Gleis im Bereich des Bahnhofs Rinteln erhalten; eine deutlich fünfstellige Auftragssumme ist damit diesem im Landkreis ansässigen Unternehmen zugute gekommen. Seinerzeit sind die dazugehörigen Stopfarbeiten jedoch, durchaus auch noch üblich, von Hand ausgeführt worden. (pr)


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