(Rinteln) Der ausfahrbare Arm des Merlo Teleskopstaplers bewegt sich in luftige Höhen. Am Ende befindet sich ein Greifarm mit großen Metallklauen und einer Motorsäge.
Dann packt die „Metallhand“ fest zu, umschlingt den Ast des Ahornbaumes im Blumenwall. Die Kettensäge klappt aus und durchtrennt den Baum in mehreren Metern Arbeitshöhe. Jetzt kommt der Einsatz für Thomas Meierkordt.
Der Fledermaus-Regionalbetreuer nimmt den abgesägten Baumteil unter die Lupe, leuchtet in Löcher hinein und hält Ausschau nach Fledermäusen bei der Baumfällung. Wird er fündig, entnimmt er die Tiere und bringt sie bei Bedarf entweder zum Tierarzt oder zur Wildtierstation nach Sachsenhagen. Vorderstes Ziel ist es jedoch, die Fledermäuse möglichst zeitnah wieder in ihrer Umgebung auszuwildern. Der Experte gibt dem Fahrer der Arbeitsmaschine ein Zeichen: Nichts gefunden. Das ist ein gutes Zeichen.

Stück für Stück wird der große Ahornbaum inmitten des Spielplatzes im Rintelner Stadtpark an diesem Vormittag abgesägt und in einen großen Container verladen. Danach ist die Kastanie an der Reihe, auch sie muss gefällt werden. Es sind mehrere markante Bäume im Stadtbild, die in diesen Tagen entfernt werden.

Krankheiten haben ihnen zugesetzt, im Blumenwall ist es Weißfäule und der Zunderschwamm, der die Kastanie befallen hat. Der Berg-Ahorn wurde durch den Hallimasch-Pilz geschädigt. Um den Spielplatzbetrieb zu sichern und keine Gefahren einzugehen, hat man sich entschieden, die Bäume zu fällen (wir berichteten). Wie stark der Berg-Ahorn schon geschädigt ist, wird beim Durchsägen des Stammes deutlich: Risse und faule Stellen im Inneren sind überall zu beobachten. Selbst im unteren Teil des Stammes bröselt das Holz in der Mitte bereits und ist total vertrocknet.

Nachdem die Arbeiten durch das Unternehmen H. Schildmeier aus Petershagen abgeschlossen sind, werden die Absperrungen im Blumenwall-Spielplatz im Nachgang aufgehoben – es darf wieder nach Herzenslust getobt werden. Der Spielplatz ist aktuell (Stand Dienstagnachmittag) wieder freigegeben.

Als nächstes großes Fällprojekt steht übrigens die über 150 Jahre alte Platane am Andeplatz im Terminplan der Firma. Auch dieser stattliche Zeitzeuge ist durch einen Baumpilz so geschwächt, dass die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Dazu demnächst mehr.

(Text & Fotos: vu)



























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