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Stüken-Geschäftsführer Dr. Hubert Schmidt geht in den Ruhestand

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(Rinteln) Das Ende einer Ära: Nach 27 Jahren als Geschäftsführer bei Stüken geht Dr. Hubert Schmidt in den Ruhestand. Unter seiner Führung und mit seinem unternehmerischen Weitblick ist das Familienunternehmen stetig gewachsen. Heute beschäftigt die international aufgestellte Unternehmensgruppe rund 1.250 Mitarbeiter an fünf Standorten und erzielt einen Jahresumsatz von rund 180 Millionen Euro.

Seit dem 1. Juli 1994 trägt Dr. Hubert Schmidt als Geschäftsführer und seit 2002 auch als persönlich haftender Gesellschafter die Verantwortung für die überaus erfolgreiche Entwicklung der STÜKEN Unternehmensgruppe. Als der gebürtige Westfale die kaufmännische Leitung übernahm, gab es einen Standort mit vier Produktionshallen. 460 Mitarbeiter erwirtschafteten einen Umsatz von 126 Millionen D-Mark (64 Millionen Euro). Der Stammsitz in Rinteln-Nord umfasst inzwischen neun Produktionshallen, darunter das hochmoderne Logistikgebäude mit Hochregallager. Der Standort Rinteln-Süd wurde im Jahr 2012 in Betrieb genommen. Neben der Entwicklung des Stammwerkes hat Schmidt besonders die Internationalisierung vorangetrieben.

Es begann mit dem Werk in den USA (1997). Später folgten die Standorte in Tschechien (2005) und China (2006). Alle drei Auslandsstandorte sind über die Jahre deutlich gewachsen. „Wir haben unser wirtschaftliches Umfeld und die Bedürfnisse unserer Kunden stets sorgfältig beobachtet und früh die entsprechenden Weichen gestellt“, erklärt Schmidt die Erfolgsformel. Auf die Transformation der Automobilindustrie weg vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität bereite man sich schon seit Jahren vor, nennt Schmidt ein aktuelles Beispiel. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, ein ganzes Spektrum an neuen Produkten für diese neue Generation von Autos zu entwickeln und bereits in großer Serie zu fertigen.“ Auch mit dem neuesten Geschäftsbereich STÜKEN MEDICAL verzeichnet das Unternehmen erste Erfolge.

Dr. Hubert Schmidt geht nach 27 Jahren in den Ruhestand. (Foto: Stüken)

Nach 27 Jahren wird Dr. Hubert Schmidt nun feierlich in den Ruhestand verabschiedet. „Wohl eher Unruhestand“, scherzt der noch amtierende Sprecher der Geschäftsführung. „Die Stüken-Gesellschafter haben mich in den Beirat berufen. Aus etwas größerer Distanz werde ich die weitere Entwicklung dieses großartigen Unternehmens noch eine gewisse Zeit begleiten dürfen.“ Dazu kommen seine vielen Engagements. Er ist Beiratsvorsitzender eines weiteren norddeutschen Zulieferunternehmens. Seit vielen Jahren ist er Mitglied des Vorstands des Industrieverbandes Blechumformung (IBU) und seit 2018 Präsident des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung (WSM). Schmidt engagiert sich für sinnvolle Qualitätsstandards in der Produktion, die Entlastung des Mittelstands von überzogenen bürokratischen Lasten und die Mitarbeiterqualifizierung.

Der Abschied von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist ein kleiner Wermutstropfen für Schmidt: „Leider begrenzt die Corona-Pandemie die Möglichkeiten, in angemessener Weise Abschied zu nehmen und den gemeinsamen Erfolg zu feiern.“ Es wird einen Corona-konformen Ausstand für die Belegschaft geben. Am 2.7.2021 findet die feierliche Verabschiedung am Stammsitz Rinteln-Nord statt. Sobald das Reisen wieder einigermaßen normal möglich ist, will der Pensionär auch die Auslandsstandorte noch einmal besuchen. „Aufgrund der Reisebeschränkungen habe ich zum Beispiel die neue Halle in Shanghai noch nicht in Betrieb gesehen. Bei Stüken ist immer etwas in Bewegung. Ich bin ausgesprochen dankbar, dass ich an diesen Entwicklungen mitwirken konnte. Allen Beteiligten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Führungskräften, dem neuen Geschäftsführungsteam und den Inhabern wünsche ich weiterhin viel Erfolg und ein herzliches Glück auf.“ (pr)

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