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Stüken: Neubau mit doppelter Produktionsfläche in China bezogen

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(Rinteln) Der heimische Tiefziehspezialist Stüken hat seinen Neubau in Shanghai bezogen. Damit steht dem Unternehmen im Lingang Wanxiang City Industrial Park nun mehr als doppelt so viel Produktionsfläche zur Verfügung. Das neue Gebäude ist zweistöckig und umfasst neben der Produktion von hochpräzisen Tiefziehteilen auch ein modernes Hochregallager sowie Büro- und Sozialräume.

Feier musste ausfallen: Corona verhagelte Festlichkeiten zur Neueröffnung

„Beim Bau lief alles reibungslos und exakt nach Plan“, freut sich Wolfgang Grewe, General Manager von Stüken Shanghai. Die Bauarbeiten hatten im März 2019 begonnen, der Rohbau wurde planmäßig im Dezember fertiggestellt. „Auch der Innenausbau und die Installation unserer Produktionstechnik waren im Zeitplan. Doch dann kam Corona. Einige letzte Arbeiten verzögerten sich durch den Lockdown“, so Grewe, „auch die für Februar geplante feierliche Eröffnung mit Geschäftspartnern und Belegschaft musste zum Bedauern aller Beteiligten ausfallen.“

Das Unternehmen ist mit dem Projekt sehr zufrieden. Inzwischen ist die neue Halle in Betrieb genommen worden. Einige Produktionsmittel wurden bereits installiert und sind stark ausgelastet, das Fertigwarenlager ist umgezogen. Das Qualitätsmanagement und die Prüftechnik sind in das obere Stockwerk des Neubaus gezogen. Dort herrschen besonders saubere Bedingungen. Moderne Fördersysteme auf beiden Seiten des Gebäudes unterstützen den optimalen Materialfluss und die hohe Raumausnutzung, die Teil des ausgereiften Gesamtkonzeptes sind.

Der Stüken-Start in China fand bereits 2005 statt

Die globale Stüken-Gruppe mit Hauptsitz in Rinteln machte ihre ersten Schritte in China 2005, als Stueken Precision Deep Draw Technology (Shanghai) Co. Ltd. offiziell gegründet wurde. Dr. Hubert Schmidt, Sprecher der Geschäftsführung, erinnert sich, dass die Produktion etwa ein Jahr später startete – zunächst in einer gemieteten Halle. „Die steigende Nachfrage nach hochpräzisen Tiefziehteilen erforderte bald eine größere Produktionsstätte. Im Jahr 2011 bezog Stüken Shanghai seinen eigenen, neu errichteten Firmensitz rund 20 Minuten südlich vom Flughafen Shanghai-Pudong. Trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage erwarten wir langfristig ein deutliches weiteres Umsatzwachstum. Wir haben viele neue Projekte in Arbeit. Die Erweiterung des Firmenstandorts trägt dieser erfreulichen Entwicklung Rechnung.“

Das neue Gebäude ist zweistöckig und umfasst neben der Produktion von hochpräzisen Tiefziehteilen auch ein modernes Hochregallager sowie Büro- und Sozialräume.

Nach dem rigorosen Lockdown im Februar und März hat sich die wirtschaftliche Entwicklung für das Werk in China schnell wieder normalisiert. Seit fast einem halben Jahr liefere man „überplanmäßig an die Kunden“, so Grewe: „Wir haben unsere Produktion im dritten Quartal 2020 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 50 Prozent steigern können und sind sehr zufrieden mit der Entwicklung.“

Hintergrund: 1931 gegründet, gilt Stüken heute als der weltweit führende Zulieferer für Präzisionstiefziehteile aus Metall. Außerdem gehören Stanz- und Spritzgießteile sowie anspruchsvolle Baugruppen zum Sortiment. Die Produkte finden sich in vielfältigen Anwendungen von Haushaltsgeräten bis hin zu Armaturen, in Computern, Mobilfunkgeräten, Medizinprodukten und Kraftfahrzeugen. Statistisch gesehen enthält jedes weltweit verkaufte Auto rund 40 Stüken-Komponenten. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz im niedersächsischen Rinteln an der Weser und Tochterwerken in den USA, Tschechien und China beschäftigt rund 1.300 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von 200 Millionen Euro. (pr/Foto: Stüken)

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