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Technik, die begeistert: Hildburgschule richtet mit Hilfe der Volksbank Technikraum ein

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Unsere Welt steckt voller Technik und Elektronik. Kaffeemaschinen können längst mehr, als nur heißes Wasser durch gemahlenes Pulver zu pressen. Selbst das Auto, unverzichtbarer Alltagsgegenstand für Millionen Menschen, wird beim Werkstattbesuch in der Regel zuerst an einen Computer angeschlossen, bevor das Werkstattpersonal zum Werkzeug greift. Da ist es nur konsequent, Kinder und Jugendliche möglichst frühzeitig an das Thema Technologie heranzuführen. Die Volksbank Rinteln steuerte daher Geld und Material bei, um einen neuen Technikraum in den Räumen der Hildburgschule an der Ostertorstraße einzurichten. 14 Computer aus dem Volksbank-Bestand, sowie zehn Funduino-Elektronikbaukästen im Wert von rund 1.000 Euro sind wesentlicher Bestandteil der Ausstattung, mit Hilfe derer die Schüler in vier Wahlpflichtkursen pro Woche arbeiten.

Hintere Reihe, v.l.: Björn Stappenbeck (Techniklehrer an der IGS), Niklas Fiebig (Fachleiter Technikbereich), Michael Fritz (Volksbank Rinteln) und Verena Ellermann (stellvertretende Schulleiterin der Hildburgschule) mit einigen der Schülern des Wahlpflichtkurses.

Dabei erarbeiten sie anhand von Aufgabenstellungen einfache bis komplexe Lösungen und Anwendungen. So geht es beispielsweise um eine einfache Sensor-Schaltung, einen digitalen Speicher oder auch um eine aufwändige Ampelsteuerung für eine fiktive Fußgängerampel vor der Schule am Ostertor. In Zweiergruppen erforschen die Schüler analoge Schaltungen und steigen in die Grundlagen der Elektronik ein.

Der kleine Roboter erkundet seine Umgebung autonom und kehrt bei Hindernissen um.

Hierzu sind von Schülern des 9. Jahrgangs Experimentierboards aus Acryl angefertigt und mit Bauteilen nebst Stromversorgung ausgestattet worden. Die praktischen Erkenntnisse aus Kraftfahrzeug- und Messtechnik münden im Bau eines Roboters, der autonom fahrend seine Umgebung erfasst, Hindernissen ausweicht und sich seinen Weg bahnt. Die Roboterplattformen haben die Jugendlichen der Technikkurse im 7. und 10. Jahrgang montiert.

Die Elektronik-Bausätze ermöglichen eine Vielzahl von Anwendungen, hier ein LED-Lauflicht.

Am Computer machen sich die Schüler mit Open-Source CAD-Programmen vertraut und konstruieren Bauteile digital statt bisher am Zeichenbrett. Der 9. Jahrgang nutzt den Raum für den Bereich Bautechnik und arbeitet mit einer Software zur Simulation von Brücken und Statik allgemein. Vorbild ist die Spaghetti-Brückenbau-Weltmeisterschaft im ungarischen Budapest. Dort konstruieren die Wettbewerber fantastische Bauten aus Nudeln und Heißkleber, die bei geringem Eigengewicht in der Lage sind, mehrere hundert Kilogramm an Belastung auszuhalten.

Mit Computer-Unterstützung können die Schüler Brückenmodelle konstruieren und mit CAD-Software Bauteile entwerfen.

Weiterhin steht bei den IGS-Schülern als nächstes die Programmierung von Smartphone-Apps zur Robotersteuerung via Mobiltelefon auf dem Programm. Langfristig soll der Raum weiter ausgebaut werden und um einen 3D-Drucker oder CNC-Frästechnik ergänzt werden. Die gesammelten Erfahrungen und erlangten Kompetenzen können den Schülern im Rahmen des berufsorientierten Lehrauftrags bei der späteren Berufswahl behilflich sein und sich in der Ausbildung als Vorteilhaft erweisen. Daher ist es wichtig, früh damit anzufangen.

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