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Tödliche Flutkatastrophe: Interhelp startet Soforthilfe für Heimerzheim und ruft zu Spenden auf / Geld und Pumpen benötigt

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(Hameln/Heimerzheim) Die Hamelner Hilfsorganisation Interhelp – Deutsche Gesellschaft für internationale Hilfe – hat ein Soforthilfe-Programm für Flutopfer im besonders betroffenen Rhein-Sieg-Kreis gestartet.

Nach sintflutartigen Regenfällen haben in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz weit mehr als 100 Menschen ihr Leben verloren. Über 1300 Menschen werden vermisst. Zahlreiche Häuser sind eingestürzt. Die Hilfe der Ehrenamtlichen konzentriert sich auf die besonders schwer betroffenen Gemeinden Swisttal-Heimerzheim und Rheinbach (Rhein-Sieg-Kreis). Die Ortschaft Hermerzheim in der Gemeinde Swisttal (ca. 6500 Einwohner) wurde von einer Flutwelle verwüstet.

Dagmar Kreider-Kockel aus Bad Pyrmont stammt von dort und steht zeitweise im telefonischen Kontakt mit ihrer Freundin Sabine Schröder, die auf einer Anhöhe wohnt und nur deshalb zeitweise Handy-Empfang hat. „Es ist unvorstellbar schlimm. Einfach furchtbar. Alles ist zerstört und verwüstet“, sagt die Pyrmonterin. Die Menschen aus Heimerzheim und Rheinbach haben alles verloren – Haus, Hab und Gut, aber auch persönliche Gegenstände wie Fotos und Erinnerungsstücke. Meine Familie, meine Freunde und meine Bekannten leben mitten im Katastrophen-Gebiet. Seit gestern Abend wissen wir immerhin, dass alle überlebt haben. Aber immer noch sind viele Menschen in den todbringenden Fluten eingeschlossen. Die meisten Bewohner sind telefonisch nicht erreichbar. Die Telefonnetze sind zusammengebrochen. Deshalb wissen wir nicht genau, wie es ihnen geht.“ Im Nachbarort Rheinbach hat es mindestens drei Tote gegeben.“ Die Gefahr ist noch nicht gebannt, die Lage dramatisch. Da die örtliche Steinbach-Talsperre zu brechen droht, werde derzeit viel Wasser abgelassen – und damit gehe der Wasserstand in den Orten nicht zurück, hat Dagmar Kreider-Kockel herausgefunden. „Es wird sicher noch ein paar Tage dauern, bis das überschwemmte Gebiet mit einem Fahrzeug erreicht werden kann.“

Interhelp konzentriert sich derzeit darauf, Geldspenden für die Opfer der Flut zu sammeln. „Bitte helfen Sie uns helfen. Jeder Euro hilft“, sagt Interhelp-Vorsitzender Ulrich Behmann. Es sei eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes. „Wer den Menschen in Not helfen möchte, kann Geld auf unsere Sonderkonten überweisen.“

Behmann ist bereits dabei, Hilfsprojekte zu identifizieren. Dagmar Kreider-Kockel hatte sich an Interhelp gewandt, weil sie von der Feuerwehr Bad Pyrmont erfahren hatte, dass diese heimische Hilfsorganisation in den vergangenen Jahren schon oft Opfern von Katastrophen nachhaltig und effektiv geholfen hat – sowohl im Weserbergland als auch auf der ganzen Welt. Interhelp ist derzeit in vier Ländern auf zwei Kontinenten im Hilfseinsatz.

Dagmar Kreider-Kockel ist spontan Interhelp-Mitglied geworden. Gemeinsam mit Gleichgesinnten will sie humanitäre Hilfe organisieren. „Wenn die Menschen mit dem Aufräumen beginnen können, werden Tauchpumpen, Nasssauger und Reinigungsmittel benötigt. Wir sind für Hilfsangebote dankbar, werden sie sammeln und zu einem späteren Zeitpunkt einen Hilfstransport zusammenstellen.“ Derzeit ist kein Durchkommen.
Dagmar Kreider-Kockel ist via Handy erreichbar: 0179/4829844.

Privatleute und Firmen, die Interhelp unterstützen möchten, können Geld auf folgende Konten überweisen (Spendenquittungen werden ausgestellt):

IBAN: DE32 2545 0110 0000 0332 33 (Sparkasse Hameln-Weserbergland)
IBAN: DE49 2546 2160 0700 7000 00 (Volksbank Hameln-Stadthagen)

(pr)

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