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Toter Winkel: Trixi-Spiegel soll für mehr Verkehrssicherheit in Rinteln sorgen

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(Rinteln) Um eine gefährliche Stelle im Rintelner Straßenverkehr zu entschärfen, wurde jetzt an der Bahnhofstraße / Einmündung Dankerser Straße ein sogenannter „Trixi-Spiegel“ montiert. Dadurch sollen LKW-Fahrer beim Abbiegevorgang Radfahrer, die stadteinwärts unterwegs sind und bei Grünlicht die Dankerser Straße queren, besser erkennen. In der Vergangenheit gab es an dieser Stelle bereits Verkehrsunfälle, da Radler im toten Winkel der abbiegenden Fahrzeuge nicht gesehen wurden. Beim Ordnungsamt der Stadt Rinteln spricht man daher auch von einer „Unfallhäufungsstelle.“

Im April 2018 kam es zu einem Unfall, als eine Radfahrerin beim Überqueren der Ampel an der Dankerser Straße vom LKW, der rechts abgebogen war, erfasst wurde. Wie durch ein Wunder wurde sie nur leicht verletzt.

Die Anregung kam laut Ordnungsamtsmitarbeiter Andreas Buchmeier von Seiten der Polizei, die den Trixi-Spiegel im Rahmen einer Verkehrsbesprechung ins Spiel gebracht hat. Der Spezialspiegel wurde von der Landesstraßenbehörde gekauft und montiert. Dabei wurden auch Testfahrten mit einem LKW der Straßenmeisterei und einem Fahrrad unternommen, um die optimale Position zu ermitteln.

Hintergrund: Der Trixi-Spiegel ist eine Entwicklung des Unternehmers Ulrich Willburger. Dessen Tochter Beatrix wurde 1994 im Alter von 13 Jahren bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt und leidet auch heute noch an den Folgen. Sie war auf dem Fahrrad unterwegs und wollte an einer Ampel geradeaus fahren. Ein Betonmischer-LKW bog rechts ab und übersah das Kind aufgrund des toten Winkels und überrollte ihre Beine mit seinen Zwillingsreifen. Daraufhin entsann Willburger den konvexen Spiegel, der an Ampelmasten montiert wird und es dem LKW-Fahrer ermöglicht, sein Fahrzeug sowie den toten Winkel und mögliche Fußgänger, Radfahrer oder andere Verkehrsteilnehmer zu erkennen.

Möglich macht es der große Sichtwinkel von rund 100 Grad. Das ist der Unterschied zwischen dem Trixi-Spiegel und einem herkömmlichen Verkehrsspiegel, der einen „Blick um die Ecke“ erlaubt. Interessant ist auch, dass der Trixi-Spiegel – obwohl preisgünstig und simpel – in Deutschland noch immer nicht die Verbreitung erfährt, wie es beispielsweise in der Schweiz der Fall ist. Dort hängen eines Mobilitymag-Berichts zufolge bereits rund 3.000 solcher Spiegel an Verkehrsknotenpunkten. In Deutschland sind es gerade mal 1.000. An den Kosten kann es jedenfalls nicht liegen. Wie dem Artikel und einer Nachfrage bei Ulrich Willburger ebenfalls zu entnehmen ist, liegen diese inklusive Montage je nach Modell bei rund 100 Euro.

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