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Training für den Ernstfall: Polizei, DLRG, Feuerwehr und THW üben Rettung aus der Weser

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(Rinteln) Neugierige Passanten zücken ihre Smartphones und fotografieren staunend, was sich da in der Weser abspielt. Menschen in roter und schwarzer Kleidung bewegen sich im Wasser, scheinen zu schwimmen – und dann wieder zu gehen. Manchmal sieht es aus wie ein Kampf, dann wieder wie Sport. Die Gruppe befindet sich in Begleitung zweier Boote von Feuerwehr und THW. Was ist da los?

Des Rätsels Lösung: Die Polizei führt eine gemeinsame Übung mit Mitgliedern der DLRG durch. Da Einsätze in Städten mit Flussnähe oft besondere Gefahren für Retter und Einsatzkräfte bergen, empfiehlt sich eine regelmäßige Auffrischung der Kenntnisse, um im Ernstfall gewappnet zu sein. Nach einer Lagebesprechung auf dem „Trockenen“ und Vermittlung von ersten Kenntnissen durch den technischen Leiter der DLRG Rinteln – Lutz Hoppe – auf dem Freibadgelände, begaben sich neun Beamte der Polizei Rinteln, Polizei Hannover-West und der Polizeiinspektion (PI) Hameln-Pyrmont, sowie ein Einsatztrainer der PI Nienburg-Schaumburg auf den Radweg in Richtung Engern und stiegen dort zusammen mit DLRG-Rettungsschwimmern ins kühle Nass. Dann wurde geklammert, gegriffen und geschwommen und trainiert. Immer im Blick: Die Strömung, die trotz des niedrigen Wasserstandes niemals zu unterschätzen ist und große Gefahren birgt. Es kann zu Strudelbildung kommen, der Flussboden ist uneben und kann so manche Überraschung verstecken. Nicht zuletzt ist ein Schwimmen gegen die Strömung sehr gefährlich und nicht zu schaffen, da die Kräfte im kalten Wasser schnell nachlassen.

Die Polizeibeamten tragen ausgemusterte, kugelsichere Westen. Sie wiegen nicht wenig und verändern das Auftriebsverhalten des Körpers im Wasser. Ausgemustert übrigens deshalb, weil sie nach dem Kontakt mit Wasser ihre Eigenschaften verlieren und nicht mehr einsatzbereit sein würden. Im Rettungsfall, wenn Personen im Wasser sich an ihre Retter klammern und oft panisch verhalten, zählt jede Sekunde – und jeder Handgriff – damit der Retter selbst nicht in Gefahr gerät. In diesem Jahr wurde die Übung durch Maßnahmen der Feuerwehr und des THW Rinteln ergänzt. Die beiden Organisationen übten ihrerseits zusammen mit den Polizeikräften, wie sich verunglückte Personen bestmöglich an Bord der Boote bringen lassen.

Nach erfolgreichem Training gingen alle Teilnehmer unterhalb der Weserbrücke, am Bodega Beach Club an Land und ließen den Abend bei einer Nachbesprechung in den DLRG-Räumlichkeiten am Freibad gemeinsam ausklingen.

Bildergalerie: Gemeinsame Übung von Polizei, DLRG, Feuerwehr und THW in der Weser

 

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