Die Räumlichkeiten fürs Ganztagsangebot an der Grundschule Deckbergen sollen erweitert werden. Dazu ist ein Raumkonzept entwickelt worden, das mit wenigen Eingriffen in den baulichen Bestand in der Grundschule und möglichst niedrigen Kosten greifen soll. Die Pläne wurden jetzt im Bauausschuss vorgestellt. In der bestehenden Hausmeisterwohnung sollen durch Anbau und Umbau zwei Gruppenräume und ein Ruheraum geschaffen werden. Das Dach der Hausmeisterwohnung wird abgerissen und durch ein Pultdach ersetzt. So sollen die erforderlichen Raumhöhen erreicht und der Wärmeschutz verbessert werden.

Ruheraum und Gruppenraum 2 werden durch eine zweiflügelige Tür verbunden. So bleibt die Möglichkeit einer gemeinsamen Nutzung. Eine neue Estrichdecke soll die Höhe des Fertigfußbodens auf das gleiche Niveau der WC-Anlagen für Jungen und Mädchen und der östlichen Gebäudeteile angleichen. Hierdurch soll unter Berücksichtigung eventueller weiterer zukünftiger An- und Umbaumaßnahmen ein einheitliches Höhenniveau im Erdgeschoss der Schule erreicht werden. Die bestehenden, veralteten und zur Zeit nicht genutzten WC-Anlagen der Lehrer sollen umgebaut werden, so dass zwei direkte Zugänge als Vorräume zu den bestehenden WC-Anlagen für Jungen und Mädchen geschaffen werden können. Auf diese Weise bleiben die Wege von Betreuungsräumen zu WC-Bereichen kurz. Neue Lehrer-WCs und eine Teeküche entstehen im Bereich des jetzigen PC-Raums. Anstelle des Computerraums tritt ein Notebook-Wagen mit 15 Notebooks, um den Schülern ein weiteres Arbeiten mit neuen Medien zu ermöglichen. Der Einbau kann ohne Eingriffe in den bestehenden Schulbetrieb erfolgen. Die Umbaumaßnahme ist im Haushalt 2017 mit 350.000 Euro eingeplant. Für den Notebook-Wagen samt Rechnern sind 8.000 Euro vorgesehen.

Kritik gab es von Dieter Schwellnus (Behindertenbeirat): Schüler und Lehrer mit Behinderungen könnten in der Grundschule aufgrund unterschiedlicher Ebenenhöhen nicht beschult werden oder arbeiten. Stefan Eggert-Edeler (Bauamt) entgegnete, wolle man alle Höhen aufs selbe Niveau angleichen, würde das mindestens 1,5 Millionen Euro kosten. Auch gegen das feuchte Mauerwerk, Einwand einer Zuschauerin, könne man etwas unternehmen. Aber nur, wenn auch genügend Geld vorhanden sei. Die Überdachung des Innenhofs sei da keine Patentlösung, da die Feuchtigkeit sich ihren Weg auch durchs Erdreich nach oben bahne. Und solange keine Schimmelbildung stattfinde, hieß es, sei die Feuchtigkeit an sich auch nicht gesundheitsschädlich.
