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Update von der Baustelle: Weiterer Meilenstein bei Sanierung des Rintelner Hallenbades

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(Rinteln) Die derzeit wohl größte Baustelle in der Weserstadt, die Sanierung des Hallenbades, hat jetzt einen weiteren, sogenannten „Meilenstein“ erreicht:

Mit einem riesigen Autokran wurden die tonnenschweren Elemente für die Lüftungsanlage aufs Hallenbad gehoben. In diesen Häuschen, die auf dem Gebäudedach zentimetergenau in Position gebracht wurden, sind später die Anlagenteile untergebracht. Warum ausgerechnet auf dem Dach?

Dipl.-Ing. Heiko Büthe, Projektleiter beim Bauplaner Constrata.

Dipl.-Ing. Heiko Büthe, Projektleiter beim Bauplaner Constrata erklärt den simplen Grund: Im Keller ist kein Platz mehr, nördlich des Hallenbads befinde man sich bereits auf dem Grundstück des Landkreises. Die Dach-Variante sei günstiger und von Anfang so geplant worden.

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Neben der Lüftung soll später einmal auch die Photovoltaik-Anlage der Stadtwerke Rinteln (70 kWp) auf dem Flachdach installiert werden. Damit die Statik mitspielt, musste zunächst eine Stahlkonstruktion quer zu den Betonbindern verlegt werden, die von einer Gebäudeseite auf die andere verlaufen (über eine frühe Phase der Bauarbeiten haben wir bereits berichtet).

Am Haken: Mittels Autokran werden die Elemente der Lüftungsanlage aufs Dach gehoben.

Inzwischen hat sich eine Menge auf der Baustelle getan, wie bei einem Besichtigungstermin deutlich wird. Das einstige Hallenbad ist als solches nicht mehr wiederzuerkennen und deutlich sichtbar sind bereits die Grundzüge der Becken, Räume, des neuen Eingangsbereichs und der Umkleiden.

Blick auf die Becken: Noch lässt sich nur erahnen, wie geräumig es künftig im neuen Hallenbad zugehen wird.

42 Gewerke und 40 Einzelfirmen arbeiten an der Sanierung des Hallenbades, so Büthe. Es ist ein Gemenge verschiedener Mitarbeiter, die zeitgleich unterschiedliche Arbeiten durchführen. Dennoch muss alles ineinander greifen, wie die Zahnräder in einem Getriebe.

Gut zu sehen: Die Stahlkonstruktion zur Aufnahme der Lüftungsanlage auf dem Flachdach des Hallenbads.

Der Keller wird für die riesige Filteranlagentechnik genutzt

Ortswechsel. Im Keller des Hallenbades wird klar, wieso die Lüftungsanlage aufs Dach gehört: Es ist hier pickepacke voll mit Filteranlagentechnik fürs Wasser, Rohren, Behältern und Manometern. Wo früher einfachere Mehrschichtfilter zum Einsatz kamen, werden heute Einzelfilter den gestiegenen Anforderungen gerecht, so Sascha Rose, Meister bei den Bäderbetrieben Rinteln. Statt Rückspülwasser wie früher in den Kanal zu leiten werde es heute gefiltert und weiterverwendet, ergänzt Büthe.

Sascha Rode (Bäderbetriebe Rinteln) und Dipl.-Ing. Heiko Büthe (Constrata) zeigen die umfangreiche Filteranlage, die nahezu den gesamten Kellerbereich des Hallenbades einnimmt.

Auch die Gebäudeleittechnik sei auf einem anderen Niveau. Die Systeme erfassen die Zustände automatisch, steuern und regeln. Filter würden nicht mehr nach Wochentag gereinigt, sondern weil es die Anlage so ermittele. Auch beim Thema Luft hat sich jede Menge verändert. So sei damals eine Lüftungsanlage mit einer Leistung von 15.000 Kubikmeter umgewälzter Luft pro Stunde ausreichend gewesen, heute sei die Kapazität doppelt so hoch.

Schaltzentrale: In der Gebäudeleittechnik laufen alle Drähte zusammen.

Über die Jahre habe man auch Erkenntnisse in Baunormen einfließen lassen: Chlorhaltige und feuchte Luft habe demnach zu Schäden an der Bausubstanz geführt, was wiederum bei Planern einen Lerneffekt zur Folge hatte.

„40 Prozent der Technik steht hier unten“
(Projektleiter Dipl.-Ing. Heiko Büthe, Constrata)

Beim Rundgang über die Baustelle (Baukosten: ca. 16 Millionen Euro) wird wiederholt deutlich: Hier ist eine Menge passiert – und eine Menge wird noch passieren, bevor das Hallenbad seine Türen wieder öffnen kann. Zuvor wird eine technische Inbetriebnahme erfolgen, sowie ein Probebetrieb mit ersten Badegästen. Allein dieser Part werde rund acht Wochen dauern, war zu erfahren.

Die Frage aller Fragen: Wann wird das Hallenbad fertig?

Zum Schluss bleibt die Frage, die allen unter den Nägeln brennt: Wann ist die Sanierung abgeschlossen? Man verfolge das „hehre Ziel“, so Büthe, in 2026 fertig zu werden.

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Damit ist auch klar, was bereits früher berichtet wurde: Eine Neueröffnung pünktlich zur Hallenbadsaison im Herbst 2026, wie ursprünglich anvisiert, dürfte wohl ziemlich unrealistisch werden.

(Text & Fotos: vu)

Bildergalerie: Hallenbadsanierung in Rinteln, Stand 19. Mai 2026

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