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(Video) Corona-Krise als Chance genutzt: Daisy Town verwirklicht Traum vom eigenen Country-Album

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(Rinteln) Die Corona-Krise hat die Veranstaltungsbranche seit Monaten lahmgelegt. Konzerte dürfen nicht stattfinden, auch Proben im bekannten Rahmen gibt es für Musiker und Bands nicht mehr.

Bei der Country-Band Daisy Town nutzte man die Zwangspause für eine Schöpfungsoffensive. Dabei fing das Jahr 2020 vielversprechend an. Rund ein Dutzend Auftritte von Bremen bis Bayern waren geplant. Jede Menge Live-Musik und Bühnenperformance stand auf dem Programm. Doch das vorerst letzte Konzert wurde im Februar in Hüllhorst gegeben. Dann kam Corona und das öffentliche Leben ging nur noch mit angezogener Handbremse voran.

Daisy Town (von links): Tobias Carmine, Markus Lehmann, Silvia Eyres, Norman Inoue und Daniel Ellermann

Die Zeit zwischen Februar und September nutzten Silvia Eyres, Markus Lehmann, Norman Inoue, Daniel Ellermann und Tobias Carmine dazu, einen lang gehegten Traum Wirklichkeit werden zu lassen: Ihre vielfältigen Ideen in Songs zu verwandeln. Herausgekommen ist ein Album mit elf Musikstücken die eine Bandbreite zwischen New-Country, Country-Rock und traditioneller Country-Musik abdecken. Das Besondere dabei, wie Bandleader Daniel Ellermann in einem Online-Pressegespräch mitteilte: Daisy Town haben vom ersten Audioschnipsel über den ersten Akkord bis zu Gestaltung des CD-Covers alles gemeinsam produziert. Dabei wurden sie vom langjährigen Begleiter und „Tontechniker des Herzens“ Felix Edling begleitet. Man hätte die Zwischenschritte und den Feinschliff auch an externe Produktionsfirmen auslagern können, so Ellermann. Dabei wäre allerdings jedes Mal ein bisschen Kontrolle verloren gegangen.

Der Traum von Daisy Town ist der Realität jetzt ein Stück näher gekommen. Wenige Stunden vor der Pressekonferenz sind die Songs online ins Presswerk übermittelt worden. Die offizielle Vorstellung des Albums sollte ursprünglich am 23. Januar in der „Möbelei“ in Kleinenbremen stattfinden. Die Band hofft, dass dies – zumindest im kleinen Rahmen – immer noch möglich sein wird. Dann wird das Daisy-Town-Album auch auf den Streaming-Portalen Spotify, Apple Music und Amazon Music erhältlich sein.

Silvia Eyres singt die Vocals ein.
Felix Edling beim „Feintuning“ der Songs.

Nach dreieinhalb Jahren des Musizierens habe das Album die Band auf ein neues Level gehoben, meint auch Sänger Markus Lehmann. Es sei klar gewesen, dass man dieses Jahr nicht einfach tatenlos vergehen lassen würde. Obwohl anfangs gar nicht sicher gewesen sei, ob man unter den gegebenen Umständen überhaupt einen Song zustande bekommen würde. Als glücklich erwies sich der Umstand, dass inzwischen alle Bandmitglieder über ein kleines Heimstudio verfügen. Von dort wurden Sequenzen eingespielt und via Internet kreuz und quer in die Runde geschickt. Wie das Aufnehmen eines Albums wohl vor 20 Jahren in einem „Lockdown“ gelungen wäre?

Die Aufnahmen erfolgten teils allein, teils im Sommer unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen im kleinen Kreis.

Während das Jahr aus vielerlei Sicht getrost als „verkorkst“ gelten darf und die Bandmitglieder reihenweise von Erfahrungen aus dem persönlichen Kreis berichten können, wonach Berufsmusiker und in Veranstaltungsbranchen tätige Freunde aufgrund der Pandemie schwierige Zeiten durchleben müssten, können sich die Daisy Town Mitglieder glücklich schätzen, alle einem Hauptberuf zum Broterwerb nachgehen zu dürfen.

Aus dem neuen Album: Daisy Town – Going nowhere

Fazit: Man habe die Wahl gehabt. Entweder den Kopf in den Sand stecken oder kreativ werden. Daisy Town entschieden sich für letzteres – und können der Corona-Krise trotz allen Widrigkeiten Positives abgewinnen. Sie konnten einen lang gehegten Wunsch verwirklichen. „Dieses Jahr hat uns gut getan“, so der Tenor, „das neue Album hätte es sonst nicht gegeben und wir hätten weiterhin nur davon geträumt.“

Weitere Infos auch im Internet unter www.daisytown-band.de. (Fotos: Studio/pr, Band: Wiebke Ostermeier)

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