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Von Amsel bis Zilpzalp: Faszinierende Einblicke in Rintelner Vogelwelt

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(Rinteln) An diesem Morgen im Mai hat sich eine kleine Gruppe vogelinteressierter Menschen um Klaus-Henning Dageförde, ehrenamtlicher Naturschützer des NABU Rinteln, versammelt, um zusammen im Blumenwall den Vogelstimmen zu lauschen. Anlässlich der „Stunde der Gartenvögel“, die bundesweit jedes Jahr im Wonnemonat Mai stattfindet, bot der Rintelner Naturschutzbund einen Ausflug in die heimische Vogelwelt an.

Mit der deutschlandweit größten Citizen-Science-Aktion soll eine umfassende und flächendeckende Bestandsaufnahme unserer heimischen Vogelarten stattfinden. Und in Rintelns „grüner Lunge“ Blumenwall inmitten der Stadt tummeln sich viele gefiederte Meistersänger, die sich dort im Schutz des großen, alten Baumbestandes sehr wohl fühlen.

Gleich am Eingang des Stadtparks wird die Exkursionsgruppe von einem lauten, trällernden Gesang begrüßt. „Weiß jemand, was das für ein Vogel ist?“, fragte Dageförde in die Runde. Dabei handelte es sich um ein kleines Zaunkönig-Männchen, das mit seinem schönen Gesang einem Weibchen imponieren möchte. Ein leuchtend rotes Dompfaff-Männchen und bunte Stieglitze zeigten sich den Naturinteressierten.

Im Blumenwall hängen unterschiedliche Varianten von Nistkästen, an denen während der Exkursion reger Betrieb herrschte. Ein wendiger Vogel flog dicht an der Gruppe vorbei und landet elegant an einem Kasten: „Hier brüten gerade Kleiber“, erläutert Dageförde. Doch auch viele Baumhöhlen bietet der alte Gehölzbestand im Blumenwall als Brutplatz bereit.

Durch den Gesang von Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Amsel und Singdrossel hindurch, wobei letztere verschiedene Strophen kennt und sogar andere Geräusche nachahmt, ging es unter Leitung von Dageförde vorbei an den Winterlinden hinunter zur Graft, wo einige meist eher stumme Wasservögel entdeckt werden konnten. Stockenten, Graugänse und ein Teichhuhn schwammen ihre Runden auf dem Wasser.

Anschließend ging es zu den nahe gelegenen, sogenannten Sassenbergschen Kiesteichen, wo die Exkursionsgruppe dem eher unauffälligen Gesang der Grauschnäpper und Klappergrasmücken zuhören konnte. Die meisterhaft singende Nachtigall, die sich die Vogelfreunde erhofft hatten zu hören, saß in der Nähe und sang tatsächlich, wenn auch etwas unauffälliger als gewöhnlich. Mit einem Blick auf die Teiche mit ein paar Haubentauchern und vielen neu gewonnenen Eindrücken aus der heimischen Vogelwelt trat die Gruppe den Rückweg an, motiviert, auch den Vögeln im eigenen Garten nicht nur am Wochenende der „Stunde der Gartenvögel“ mehr Aufmerksamkeit zu schenken. (pr/Fotos: NABU/K.Büscher)

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