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Von Wolle bis Wärmebildkamera: Interessantes beim NABU „Markt der Aktiven“

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(Rinteln) 40 Jahre NABU Rinteln – das wurde am Freitag mit einem großen „Markt der Aktiven“ gefeiert und jede Menge NABU Ortsgruppen feierten mit. Auf dem Marktplatz und in der Fußgängerzone waren Ortsverbände aus Oldenburg, Neustadt am Rübenberge, Gehrden, Eilsen, Meinersen, Hessisch Oldendorf und die Naturschutzjugend (NAJU Niedersachsen) mit zahlreichen Aktionsständen und Angeboten vertreten. Auch die beiden Rintelner Waldkindergärten informierten über ihre Zusammenarbeit mit den Naturschützern.

Daneben gab es auch Natur zum Anfassen: Das „Schafsquartett“ entwickelte sich zum beliebten Fotomotiv von Jung und Alt und verstand es meist, den Smartphones und Fotoapparaten im richtigen Moment die Kehrseite zuzuwenden. Direkt nebenan zeigten Marianne Albrecht und Fylgia Neuhaus live, wie Wolle zu Garn verarbeitet wird.

Marianne Albrecht (li.) und Fylgia Neuhaus zeigten die Herstellung von Garn aus Schafswolle live auf dem Marktplatz.

Man kann die Wolle direkt nach dem Scheren verspinnen, dann behält das Garn dank der natürlichen Fettschicht seine wasserabweisende Funktion. Oder man zupft das Naturmaterial auseinander, reinigt es und bürstet es vorab. So wird das Endprodukt geschmeidiger und gleichmäßiger. So oder so: An einem Tag kommt etwa eine Spule voller Garn zusammen. „Rund 60 bis 80 Gramm“, schätzen die beiden NABU-Aktiven am Spinnrad, „für einen Pullover braucht man etwa 600 bis 800 Gramm Garn“.

Josef Bruns (NABU aus Neustadt am Rübenberge) zeigte einheimische Reptilienarten.
Die Nattern begeisterten gerade Kinder aufgrund ihrer schönen Farbgebung.

Ebenfalls sehr begehrt und auch nicht leicht zu fotografieren: Die heimischen Nattern, eindrucksvoll gezeigt von Josef Bruns vom NABU aus Neustadt am Rübenberge. Bei den zunehmend herbstlichen Temperaturen bewegten sich die Tiere langsamer als sonst, nutzten aber gleichzeitig jede Gelegenheit, um in Hosentasche oder Ärmel zu verschwinden und sich zu wärmen.

Mit „Drohne“ und Wärmebildkamera in die Lüfte. Hier sieht man die von der Sonne erwärmten Dachflächen (rot und orange), sowie die kühleren Gebäudeteile (grün und blau). In der Praxis sucht man so Getreidefelder nach Tieren wie beispielsweise Rehkitzen ab, damit sie nicht durch Landmaschinen verletzt oder getötet werden.
An dieser NABU-Drohne können auch Lautsprecher (für Gefahrendurchsagen) oder LED-Scheinwerfer montiert werden.

Von traditioneller Wollherstellung hin zur „unbemannten Luftfahrt“: Wie High-Tech und Naturschutz zusammenarbeiten, wurde eindrucksvoll mit dem Quadrocopter (umgangssprachlich „Drohne“ genannt) gezeigt. Das bis zu 70 Stundenkilometer schnelle Fluggerät hat eine kombinierte Wärmebildkamera montiert und kann so beim Überfliegen von landwirtschaftlich genutzten Feldern Rehe und andere Tiere ausmachen und so vor möglicherweise tödlichen Unfällen mit Landmaschinen retten. Auf dem Marktplatz zeigte sich die Kamera beim Aufspüren von warmen, von der Sonne erhitzten Gebäudeteilen und kühlen Dachflächen im Schatten.

Bildergalerie: NABU „Markt der Aktiven“ auf dem Rintelner Marktplatz

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