(Rinteln) Die Nachricht hat die Einwohner Rintelns bis ins Mark erschüttert: Zwei Menschen sind in Steinbergen gewaltsam aus dem Leben gerissen worden.
Das Paar war in der Weserstadt und darüber hinaus durch ihre gastronomische Tätigkeit bekannt. Auf die Nennung der Namen verzichten wir bewusst. Jetzt nahmen rund 100 Menschen an einem privat organisierten Gedenken still Abschied von den beiden, darunter Bürgermeisterin Andrea Lange, Steinbergens Ortsbürgermeister Sascha Gomolzig und Superintendent Stephan Strotmann.
Blumen, Kerzen, Grablichter – dazwischen ein Schild mit der Aufschrift „Warum?“ – sind in großen Mengen am Expert-Parkplatz in Rinteln abgelegt worden, dort, wo die Wirkungsstätte des Paares gewesen ist. Still nehmen die Menschen Abschied. Es gibt keine Reden, jeder trauert auf seine Weise und verabschiedet sich von den beiden.
Offiziell bekanntgegeben hat die Polizei die Informationen am späten Samstagabend. Erfahren haben die Ermittler am Samstag, den 2. Mai, gegen 11:25 Uhr von der Tat. Medienberichten zufolge fand die Tochter den leblosen Körper ihrer Mutter und ihres Lebensgefährten im gemeinsamen Wohnhaus in der Lindenbreite im Rintelner Ortsteil Steinbergen.
Die Polizei leitete sofort Fahndungsmaßnahmen ein, die binnen kurzer Zeit zum Erfolg führten. Noch am selben Tag wurde ein 22-jähriger Mann aus Bremen als Tatverdächtiger festgenommen. Spezialeinsatzkräfte machten den Mann im Bereich Stuhr, im Ortsteil Groß Mackenstedt, ausfindig und ließen die Handschellen klicken. Ein weiterer Mann, 24 Jahre alt, wurde in diesem Zusammenhang ebenfalls vorläufig festgenommen. Er steht im Verdacht, ebenfalls an der Tat beteiligt gewesen zu sein.
Die Ermittlungen, insbesondere zu den Hintergründen und dem genauen Tatablauf, werden durch die Polizeiinspektion
Nienburg/Schaumburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bückeburg geführt. Die kriminalpolizeilichen Maßnahmen dauern an. Aus ermittlungstaktischen Gründen gibt die Polizei keine weiteren Informationen bekannt, daran hat sich auch am Tag nach der schrecklichen Tat nichts geändert. Im Netz äußern die Menschen derweil Betroffenheit, Bestürzung, Entsetzen und immer wieder die Frage: „Warum?“
(vu)




























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