(Rinteln) Die Staatsanwaltschaft Bückeburg ermittelt derzeit, warum das sogenannte „Direktorenhaus“, bislang Heimstatt des Kinderschutzbundes (auch als „Direktoren-Villa“ bekannt), im Obergeschoss Feuer fing.
Alles deutet derzeit auf Brandstiftung hin, zumal auch eine unberechtigte Person aus dem brennenden Gebäude gerettet werden musste. Zeitgleich entkernt die Firma Hotop derzeit das Gebäude in Teilen, um dem Versicherungsgutachter Zugang zu den Räumlichkeiten zu verschaffen.
Bislang, so Bürgermeisterin Andrea Lange, stehe noch nicht fest, ob das Gebäude gerettet werden kann und somit sanierungsfähig ist.
Versicherungsgutachter ermittelt den Erhaltungszustand nach Brand
„In der Brandnacht hatten wir schon gedacht, dass das Gebäude verloren ist, dann keimte Hoffnung auf und nun müssen wir abwarten, was der Gutachter uns an Entscheidungsgrundlagen mitgibt“, so Lange bei einer Pressekonferenz. Bis zu acht Wochen könne das noch dauern, bis der Stadt alle Unterlagen vorliegen und man in den Gremien entscheiden könne, wie es weitergehe.
Gute Nachrichten gibt es jedoch vom Kinderschutzbund. Nachdem sehr schnell in der ehemaligen Schule am Ostertor eine Interimslösung gefunden werden konnte (Rinteln-Aktuell.de berichtete), läuft es am Standort schon rund. Lange bat um Verständnis dafür, dass die vielen gut gemeinten Vorschläge für Übergangsunterbringungen zuerst geprüft und dann auch noch von der zuständigen Landesstelle genehmigt werden mussten. „Nicht jedes leerstehende Gebäude entspricht auch den hohen Anforderungen an das Kindeswohl bei Betreuungen!“

Sollte das „Direktorenhaus“ saniert werden können, dann würden die Arbeiten nach derzeitigem Kenntnisstand bis zu zwei Jahren dauern. Danach ist wieder vorgesehen, den Kinderschutzbund in das Haus einziehen zu lassen.
(Text: ot; Foto: vu)
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