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Weihnachtsbaum-Lieferung in XXL: Tanne am Rintelner Marktplatz aufgestellt

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(Rinteln) Tag für Tag setzt sich das Weihnachtsmarkt-Puzzle weiter zusammen. Heute wurde der traditionelle Weihnachtsbaum auf dem Rintelner Marktplatz aufgestellt. Groß und prächtig schmückt er die „gute Stube“ der Stadt und stimmt auf die Vorweihnachtszeit ein.

Die Anlieferung der großen Tanne ist wie immer Präzisionsarbeit, die ein großes Maß an Logistik und Organisation erfordert. Und natürlich eine gewisse Vorbereitungszeit. So begann der Tag für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs bereits früh morgens mit dem Absägen der riesigen Tanne im benachbarten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Aus Porta Westfalica, genauer gesagt, von einem Privatgrundstück in Nammen stammt der rund 15 Meter und über vier Tonnen schwere Baum, der per Autokran auf den Bauhof-LKW gehievt wurde.

Der formatfüllende Tannen-Transport überquert die Weserbrücke.

Dann ging es im entspannten Tempo mit Begleitung durch Beamte der Rintelner Polizei über die Landesgrenze nach Niedersachsen, durch Todenmann und schließlich über die Weserbrücke in die Fußgängerzone. Unterwegs musste das eine oder andere Verkehrsschild vorübergehend weichen, damit der Baum mit einem Durchmesser von bis zu acht Metern Kreisverkehre und Einmündungen passieren konnte. Nachdem sich der imposante Transport seinen „formatfüllenden“ Weg über die Weserbrücke gebahnt hatte, waren wiederum Feingefühl am Lenkrad, körperlicher Einsatz und handwerkliches Geschick vonnöten, um den voluminösen Baum an der Ampelanlage am nördlichen Ende der Fußgängerzone zu bugsieren. Teile der Ampel wurden abmontiert und verschwenkt, damit der Tannentransport passieren konnte.

Weniger Geduld bewiesen einige Autofahrer, die es besonders eilig hatten. Sie ignorierten die Bauhof-Fahrzeuge, die aus Sicherheitsgründen quer zur Fahrbahn positioniert wurden und dem LKW so ein sicheres Queren der Fahrbahn ermöglichen sollten und fuhren vereinzelt wild hupend einfach um die Sperren herum.

Die Ampel am Anfang der Fußgängezone erwies sich als „Nadelöhr“

Weiteres Fingerspitzengefühl und Gelassenheit bewiesen die Bauhof-Mitarbeiter beim Rangieren durch die Fußgängerzone. Vorbei an Markisen und Aufstellern bewegte sich der LKW in Richtung Stadtzentrum. So manche Warenauslage und der eine oder andere Kleidungsständer wurde kurzzeitig aufgrund der Überbreite des Baumes in Sicherheit gebracht. Das Geschehen wurde von zahlreichen Passanten interessiert verfolgt und mit Smartphones gefilmt und fotografiert. Am Übergang von Weserstraße zu Klosterstraße übernahm dann ein Autokran. Nachdem der Baum mittels Ketten und Haken sicher befestigt wurde, „schwebte“ der Tannenbaum – der übrigens ein geschätztes Alter von rund 50 Jahren aufweist – in seine vorgesehene Position und wurde in die vorbereitete Bodenhülse eingesetzt. Passend dazu läuteten die Glocken in der St. Nikolai-Kirche um 12 Uhr mittags.

Als nächstes wird durch Firma Knolle Elektro eine große Lichterkette installiert, um den prächtigen Baum in stimmungsvollem Glanz erstrahlen zu lassen. Die Elektroabteilung der Stadtwerke Rinteln versorgt den Baum mit einem Stromanschluss. Ebenso übernehmen die Stadtwerke die lichtseitige Verkabelung der Buden auf dem Rintelner Adventszauber. Am Freitag um 18 Uhr ist es soweit, dann wird der Rintelner Adventszauber 2019 feierlich eröffnet. Pastorin Sabine Schiermeyer wird das Kommando geben, den Weihnachtsbaum feierlich zu erleuchten: „Es werde Licht!“.

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