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Werke des aus Varenholz stammenden Künstlers Hermann Diestelhorst im Kloster Möllenbeck

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(Möllenbeck) Eine Zäsur im Leben des aus Varenholz stammenden Künstlers und Lehrers Hermann Diestelhorst (1924 – 2001) war seine schwere Erkrankung. Sie machte es ihm ab 1996 unmöglich, weiterhin den geliebten Holzschnitt auszuführen. Doch getreu seines Lebensmottos „Keiner lasse den Mut sinken“ war Diestelhorst auch danach weiterhin künstlerisch tätig, indem er nämlich mit der abstrakten Malerei begann. In einer Kunstausstellung im Kloster Möllenbeck (14. bis 29. September) zeigt sein Sohn Tore nunmehr Bilder und Drucke, die vor und nach dieser Erkrankung entstanden sind. Es ist also Diestelhorsts Spätwerk zu sehen. Diestelhorsts Lebensmotto ist auch Titel dieser Ausstellung.

Diese Kunstausstellung wird am Samstag, 14. September 2019, um 15 Uhr eröffnet. Zunächst spricht Pastorin Ute Schulz, Danach stellt Tore Diestelhorst das Spätwerk seines Vaters vor. Diese Vernissage wird umrahmt vom Tenor Harald Kleine Kracht aus Eisbergen, der dem Anlass entsprechende Lieder vortragen wird.

Der aus Varenholz stammende Künstler und Lehrer Hermann Diestelhorst (1924 – 2001). (Foto: pr)

Hermann Diestelhorst hat rund 20 Jahre seines Lebens in seinem Geburtsort Varenholz (heute Ortsteil der Gemeinde Kalletal) verbracht. Über vier Jahrzehnte bis zu seinem Tod lebte er in Kirchdornberg bei Bielefeld. Nach dem Krieg, in dem er als Funker eingesetzt war, begann er sein Lehramtsstudium. Zunächst hatte er nach dem Krieg bei der Ufa-Filmgesellschaft, die von 1945 bis 1951 im Schloss Varenholz untergekommen war, als Gärtner gearbeitet. 1949 trat er seine erste Lehrerstelle im lippischen Schwelentrup an. 1951 studierte er er in der Landeskunstschule Hamburg und war sogleich fasziniert von der Holzschnittdrucktechnik. In den 50-er Jahren große Schaffensperiode mit Holzschnitten, Radierungen und Malerei. Beruflich wurde er Schulleiter in Großdornberg. Er war jahrzehntelang im Kunstverein Bielefeld tätig. Nach dem Ausscheiden aus dem Schuldienst eröffnete er in seinem Wohnhaus eine Galerie.

Die Ausstellung im Kloster Möllenbeck ist nach der Vernissage am 14. September weiterhin wie folgt geöffnet: Sonntag, 15., Samstag, 21., Sonntag, 22., Samstag, 28., und Sonntag, 29. September, jeweils von 11 bis 17 Uhr.

Zur Ausstellung wird ein Buch von und über Hermann Diestelhorst angeboten. Kernstück darin ist die von ihm noch zu Lebzeiten aufgeschriebene Erzählung über seine Kindheit und Jugend in Varenholz in den Jahren 1928 bis 1938. Aktuelle Varenholz-Fotos von im Buch erwähnten Örtlichkeiten sowie viel Familiäres und Persönliches zum Künstler sind dort weiterhin zu finden.

Vor einem Jahr waren mit großem Erfolg Diestelhorst-Bilder im Gemeindehaus Varenholz ausgestellt worden. In Möllenbeck werden nunmehr gänzlich andere Motive zu sehen sein. (pr)

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