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Weserpromenade mit „Lücken“, Erweiterung des Waldkindergartens schwierig

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Die Weserpromenade verfügt auf ihrer Ostseite am Brückentor über eine Baumallee aus Linden, die ihre Kastenform durch regelmäßigen Schnitt erhalten. Auf der Westseite stehen ebenfalls „Kastenlinden“ in Gruppen mit reichlich Abstand dazwischen. Das wollte die CDU im Ortsrat ändern und beantragte die Pflanzung von Zierapfelbäumen in regelmäßigen Abständen zwischen den Bäumen.

Dem widersprach die Stadtverwaltung in ihrer Beschlussvorlage. Von einer durchgehenden Bepflanzung auf der Ostseite habe man abgesehen, um die Promenade nicht zu überfrachten und den Blick auf die Altstadt zu verstellen, heißt es darin. Würden weitere Bäume mit offenen, natürlich wachsenden Kronen in die Zwischenräume gepflanzt, so würde das die gewünschte, formale Wirkung aufheben. Das Argument der Stadtverwaltung, zusätzliche Bäume würden den Blick auf die Altstadt verstellen, wollte Wehrung so nicht stehen lassen. Immerhin sei die Atmosphäre in diesem Areal „steinern“ und gerade in den Wintermonaten „sehr nüchtern“. Neuhäuser warf ein, sämtliche Sichtweisen in puncto Gestaltung seien sehr „persönlich geprägt“. Er finde klein gehaltene und in Form geschnittene Bäume, beispielsweise in den Baumtoren der Altstart schrecklich, dies gelte auch für die damals geplanten und gepflanzen Linden, die durch regelmäßigen Schnitt ihre Kastenform erhalten. Bauhof-Chef Hartmann gab zu bedenken, die Lindenbäume stünden allesamt in eigens gemauerten „Taschen“, man könne daher nicht einfach Bäume am Hang dazwischen pflanzen, ohne dass diese anfangen würden, abzurutschen. Immerhin versöhnliche Worte kamen von Helma Hartmann-Grolm, die zuvor noch Kritik an den CDU-Anträgen geübt hatte: Im Dialog mit dem Bauhof könnte man ja überlegen, welche Veränderungen an diesem Teil der Promenade gemacht werden können, um die Stadt zu verschönern.

Eltern schlagen Erweiterung des Waldkindergartens vor

In der anschließenden Einwohnerfragestunde wurde aus Elternreihen der Wunsch nach einer zusätzlichen Gruppe als Erweiterung des Waldkindergartens in der Nordstadt geäußert. Der Bedarf sei da, die Wartelisten (auch für die Waldkita in Strücken) seien voll, wie zu erfahren war. Stadtjurist Dr. Joachim Steinbeck erklärte, Größe und Regularien seien vom Kultusministerium vorgegeben, der Stadt wären insofern die Hände gebunden. Ebenso sei es nicht möglich gewesen, den zweiten Waldkindergarten in Strücken einfach an den bestehenden anzugliedern. Dem Konzept sei es geschuldet, dass auch eine bestimmte räumliche Entfernung zwischen den Standorten vorhanden sein muss. Eine Konzeptänderung, wie von einer Mutter vorgeschlagen, sei aufgrund der strengen Vorschriften ebenfalls nicht möglich, entgegnete Steinbeck.


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