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Verkehrslärm in Westendorf: Der lange Leidensweg von Anwohnern der Kreisstraße 74

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(Westendorf) In Westendorf hat man einen langen Leidensweg hinter sich zur Frage des Verkehrslärms auf der Kreisstraße 74, der Stolzenegge.

Dort, wo früher einmal nicht ohne Grund eine Rennstrecke für ein Bergrennen für spektakuläre Fahrmanöver von Profifahrern auf der abgesperrten Strecke zu sehen waren, sorgen heute Massen von Motorradfahrern für Hobby-Rennveranstaltungen mit jeder Menge Lärm und einer Vielzahl von Unfällen. Allein 60 waren es in den letzten zehn Jahren, 23 mit Personenschaden. 62 Prozent der Unfälle wurde durch Motorradfahrer verursacht.

Die Zahlen sprechen für sich, sperren kann man die Strecke dennoch nicht. Dagegen spricht, dass man damit auch die ganz normalen Verkehrsteilnehmer treffen würde, die sich vernünftig verhalten und die Strecke als günstige Verkehrsverbindung oder für Ausflüge nutzen. Doch Antje Rinne (RI) brachte mit einem erneuten Vorstoß in der jüngsten Ratssitzung den Stein erneut ins Rollen. Sie wollte, dass die Menschen in Westendorf in den Sommermonaten auch wieder einmal ihre Terrassen nutzen können und erhielt dabei Unterstützung von ihrem Ratskollegen Heinrich Sasse (WGS), der fast schon traumatische Situationen mit Motorradfahrern auf der K 74 erleben musste.

Verkehrslärm durch rasende Motorradfahrer soll durch einen Maßnahmenkatalog gesenkt werden

Rasern an der K 74 hat die RI-Fraktion den Kampf angesagt. Sie fordert bauliche Maßnahmen, um Motorradrennen auf der alten Rennstrecke zu erschweren oder sogar zu unterbinden.

Einstimmig votierte der Rat dafür, dass die Stadt prüfen soll, ob Kurvenrandbepflanzungen mit Sichteinschränkungen die Geschwindigkeit bremsen können und der Landkreis soll die Einbringung von Fahrbahnschwellen oder besonderen Markierungen prüfen.

Im Taubenberg, so Bodo Budde (SPD), habe man in den letzten Jahren durch eine Vielzahl von Maßnahmen gute Erfahrungen gemacht und dazu habe auch ein Dialog mit den Motorradfahrern gehört. Er kritisierte, dass die „RI – Rintelner Interessen“ den Tagesordnungspunkt in den Rat holten, statt entsprechende Maßnahmen im Ortsrat abzusprechen und dann an die Stadt heranzutragen. Im Taubenberg habe man damit gute Erfahrungen gemacht. (ssw)

 

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