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Wiederaufbau nach Vandalismus im Kindergarten: THW Rinteln hilft bei den Waldzwergen

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(Rinteln) Es war ein schwerer Schlag für die Kinder des Waldkindergartens „Die Waldzwerge“, als diese am 13. September „ihren“ Wald betraten. Unbekannte haben das Areal in der Nordstadt verwüstet, Spielgeräte zerstört, Müll und Unrat hinterlassen.

Die Veröffentlichung der Schäden in den sozialen Netzwerken zog eine Welle der Solidarität und Hilfsangebote nach sich, die öffentliche Empörung war groß. Doch: „Aufgrund der Pandemie und ihrer Bestimmungen konnten wir leider keine Privatpersonen helfen lassen“, erklärt Birgit Umbach, Leiterin der Einrichtung.

Die neun Helfer des THW machten Kinderträume wahr.

Einzig das Hilfsangebot des Ortsverbands des Technischen Hilfswerk (THW) konnte von der Stadt Rinteln als Träger der Einrichtung, angenommen werden. So konnten am 20. November endlich die neun blauen Helfer mit schwerem Gerät anrücken, um die Tipis und Balancierbalken neu zu befestigen, Äste und Stämme zurecht zu sägen, Spieltunnel auf ihre Stabilität zu prüfen und Spielhäuser mit Türen aus Ästen zu versehen. „Das Tipi der Kinder war die letzten Wochen nicht zu benutzen“, weiß Umbach. Zu groß sei die Gefahr der losen Baumstämme gewesen.“

Der Einsatz begann unter gespannten Blicken der anwesenden Eltern und Kinder um 9 Uhr morgens. Mit ihrem Einsatzwagen parkten die Helfer, die ihre Aktion als reguläre Übung verstanden und durchführten, am Waldrand, um dann mit Hilfe der Eltern ihre Werkzeuge die letzten 200 Meter zum Einsatzort zu tragen.

Groß war die Begeisterung auch bei den Kindern, die einen exklusiven Einblick nicht nur in die Arbeitsweise, sondern vor allem in das Einsatzfahrzeug des THW werfen durften. Selbstverständlich durften sie auch einige ihrer Wünsche verwirklicht sehen: So wurde ein sogenanntes „Waldsofa“ errichtet, eine relativ windgeschützte und gemütliche Sitzecke aus Baumstämmen und einer Polsterung aus Laub. Ganz dem Konzept der Einrichtung treu, ergänzt nun auch eine Wippe aus zwei einfachen Holzstämmen das Ensemble der Spielgeräte.

Hoch oben: So ein Einsatzfahrzeug ist doch wirklich spannend!

Für das leibliche Wohl sorgten die Eltern, die selbst ein Frühstück, sowie am Nachmittag Kaffee und Kuchen organisierten. Doch auch auf die „Großen“ warteten Aufgaben: zwei Spinnennetze wurden gebastelt, die künftig der Sammelplatz für die Verhaltensregeln im Wald werden sollen. „Das THW und auch die Eltern haben an diesem Tag eine großartige Arbeit geleistet“, bekräftigt Umbach, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen das rege Treiben begleitete.

„Gerade in diesen Zeiten der Pandemie und angesichts der vielfältigen Hygienebestimmungen sind wir froh, dass wir so kompetente Hilfe erhalten konnten.“
Erst gegen 16 Uhr am Nachmittag, mit den letzten Sonnenstrahlen, verstummten die Kettensägen und die Helfer packten zusammen. Der Spielplatz des Waldkindergartens ist wieder sicher und die „Waldzwerge“, Eltern und Mitarbeiter sind vor allem eines: Dankbar. (pr/Fotos: pr)

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