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"Wozu brauchen wir zwei Augen?" – Sehen mit allen Sinnen bei der Kinder-Uni

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„Wozu brauchen wir zwei Augen?“ Eine berechtigte Frage, die wohl jedes Kind seinen Eltern schon mal gestellt haben dürfte. Die Antwort darauf ist eigentlich ganz einfach und für die teilnehmenden Kinder an dem Vortrag der Kinder-Uni ziemlich erhellend gewesen.

Es ist hauptsächlich das räumliche Sehen, dass uns hilft, uns schneller durch unsere Umgebung zu bewegen. Wir können Hindernisse besser einschätzen, die Entfernung zu Treppenstufen leichter wahrnehmen und Eindrücke besser verarbeiten.

Mit einer Reihe von Beispielen verdeutlichte Dozent Ekkehard Kreutter von der Hochschule Hannover dem interessierten Nachwuchs, dass man seiner Wahrnehmung trotzdem nicht immer trauen kann und wie einfach es ist, die menschlichen Augen zu überlisten.

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Ekkehard Kreutter unterrichtet normalerweise an der Fakultät V (Diakonie/Gesundheit/Soziales) der Hochschule Hannover.

„Wir unterliegen oftmals einer Täuschung“, so Kreutter, der mit vielen Beispielen optischer Täuschungen die Kinderaugen zum Strahlen brachte. Mit geschickt platzierten Elementen und angedeuteten Bildteilen gelingt es, die menschliche Wahrnehmung zu überlisten. Man sieht Gegenstände, die schlicht nicht existieren. Der eingezeichnete Lichteinfall lässt so je nach Richtung zweidimensionale Objekte plötzlich entweder vertieft oder erhöht darstellen. „Das Experiment hat man auch mit Hühnern durchgeführt“, erklärte Kreutter, „in dieser Hinsicht sind wir Menschen also kaum cleverer als ein Huhn.“ Kann man mit geschlossenen Augen auf einem Bein stehen? Ein schwieriges Unterfangen, denn die Augen als Sinnesorgane helfen dem Gleichgewichtssinn bei der Orientierung. Auch ein vorgelegter Text konnte von den Kindern problemlos gelesen werden. Erst bei genauem Hinsehen offenbarte sich: Nur die jeweils ersten und letzten Buchstaben der Wörter standen an der richtigen Stelle. Dazwischen war alles bunt durcheinandergemischt. Das Gehirn verarbeitet die Wörter als Ganzes und „korrigiert“ so die vermeintlichen Fehler. Enie sochn zmielcih gniaele Egienshcfat, oedr?

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Und wer sich noch nie an einem „Möbiusschen Band“ versucht hat, sollte das schnell nachholen. Einfach einen ca. 30cm langen Papierstreifen abschneiden, einmal verdrehen und die Enden zusammenkleben. Dann eine Linie über die gesamte Länge des Bandes auf einer Seite malen und den Streifen in Längsrichtung an dieser Linie zerschneiden. Das Ergebnis ist interessant. Noch interessanter wird es, wenn man den Streifen erneut in Längsrichtung mittig zerschneidet und sich das Ergebnis jetzt ansieht.

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