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„Wünsch-Dir-Was“: WGS gegen Montessori-Schule in städtischer Trägerschaft

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Der Antrag der Rintelner Grünen hat erste Reaktionen bei der WGS ausgelöst. WGS-Ratsmitglied Dr. Gert Armin Neuhäuser kann sich nicht vorstellen, dass die Stadt Rinteln die Trägerschaft für eine Montessori-Grundschule übernimmt.

„Wir werden den Antrag der Grünen in der Fraktion diskutieren, aber ich persönlich halte es nicht für eine Aufgabe der Stadt, pädagogische Alternativen zu unseren eigenen Grundschulen anzubieten“ so WGS-Ratsmitglied Neuhäuser. „Es wäre auch vollkommen unverständlich, Dorfgemeinschaftshäuser in die Trägerschaft privater Vereine abzugeben um dann auf der anderen Seite anstatt der üblichen Trägerschaft eines privaten Vereins sich als Stadt Rinteln eine Privatschule ans Bein zu binden“ kritisiert er.

Gert-Armin Neuhäuser übt Kritik am Antrag der Rintelner Grünen (Archivfoto).

Der Antrag der Grünen ist aus seiner Sicht eine Aneinanderreihung von wunschpädagogischen Vorstellungen und finanziellen Träumereien: „Stadt Rinteln, bezahle bitte unser Wünsch-Dir-Was“ fasst Neuhäuser den Antrag der Grünen zusammen. „Im Übrigen hat der Antrag insoweit für mich ein Geschmäckle, als der Grünen-Fraktionsvorsitzende Ochs ihn stellt und seine Ehefrau in der Elterninitiative für diese Schule eine tragende Rolle spielt. Ich habe den Eindruck, man möchte hier zumindest auch für die eigenen beiden Kleinkinder auf Kosten der Stadt eigene pädagogische Wunschvorstellungen verwirklichen“ so Dr. Neuhäuser. „Trägerschaft der Stadt daher auf keinen Fall, wenn sich ein Verein mit einem tragfähigen Konzept bildet, kann man über dessen Unterstützung aber gerne nachdenken“ so Neuhäuser abschließend. (pr)

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