(Rinteln) Es ist wieder so weit: In der Nacht vom 28. auf den 29. März 2026, wird an der Uhr gedreht.
Während die meisten Menschen in den frühen Morgenstunden noch ruhen, vollzieht sich der Sprung in die Sommerzeit. Auf 01:59:59 Uhr folgt direkt 03:00:00 Uhr. Die Nacht ist somit offiziell eine Stunde kürzer.
Eselsbrücken für den Alltag
Wer jedes Jahr aufs Neue grübelt, ob die Uhr vor- oder zurückgestellt wird, behilft sich am besten mit der klassischen „Gartenmöbel-Regel“: Im Frühling, wenn es warm wird, stellt man die Stühle vor das Haus (die Uhr wird vorgestellt). Im Herbst, wenn es kühl wird, holt man sie wieder zurück ins Haus (die Uhr wird zurückgestellt).
Auswirkungen auf Körper und Geist
Was nach einer Lappalie klingt, bereitet vielen Bürgern handfeste Probleme. Der menschliche Biorhythmus reagiert sensibel auf den „Mini-Jetlag“. Schlafstörungen, eine vorübergehende Abgeschlagenheit und sogar ein leicht erhöhtes Unfallrisiko in den ersten Tagen nach der Umstellung sind statistisch belegt.
Einer Forsa-Umfrage der Krankenkasse DAK zufolge hat rund ein Drittel der Befragten nach der Zeitumstellung schon einmal Beschwerden gehabt. Experten raten dazu, den Sonntag für ausgiebige Spaziergänge zu nutzen. Viel Tageslicht hilft dem Körper, die innere Uhr schneller an die neue Zeit anzupassen.

Politischer Stillstand bei der Abschaffung
Obwohl die EU-Kommission bereits vor Jahren die Abschaffung der halbjährlichen Umstellung in Aussicht gestellt hatte, herrscht in Brüssel weiterhin Uneinigkeit.
Da sich die Mitgliedstaaten nicht auf eine dauerhafte Sommer- oder Winterzeit einigen können, bleibt das System bis auf Weiteres bestehen. Nicht nur für die Rintelner bedeutet dies: Auch im Oktober 2026 werden die Uhren wieder angefasst – dann gibt es die geschenkte Stunde zurück.
(pr)



























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