(Rinteln) Es klang wie ein letztes Aufbäumen – und das war es vermutlich auch.
Doch Kay Steding (CDU) wollte den Planungen für den Umbau des Feuerwehrlogistikzentrums so nicht zustimmen. Die Raumplanungen seien „Sch….“, so Steding. Seine Kritik machte er unter anderem an einem Schulungsraum für mehr als 100 Menschen fest: „Überflüssig“, so Steding. Es gebe im Rintelner Feuerwehrhaus Schulungsräume und für größere Gruppen stehe auch die Aula im Gymnasium zur Verfügung.
Eine rollstuhlgerechte Toilette im ersten OG des Logistikzentrums (ohne Fahrstuhl): „Überflüssig“, so Steding. Der Einbau einer semiprofessionellen Großküche: „Überflüssig“, so Steding, da könnten im Einsatzfall ein Mal in zehn Jahren auch die heimischen Gastronomen gegen Bezahlung die Verpflegung übernehmen. Es werde viel zu viel vom Bestand weggerissen und am Ende blieben nur noch drei Rahmen der Halle übrig: „Und ich prophezeie, dass die auch noch abgerissen werden aus statischen Gründen“, so Steding gegenüber Rinteln Aktuell. Da wäre ein Neubau günstiger gewesen.
„Das Projekt ist hoffnungslos zu teuer“, beschwerte sich Steding.
Anthony Lee (parteilos) pflichtete Steding bei: „Die ersten Planungen, die uns vorgestellt wurden, waren nicht ansatzweise das, was wir jetzt sehen!“ Das sei vollkommen überdimensioniert: „Wer eigentlich Pleite ist, sollte sich nur das leisten, was am Nötigsten ist!“

Anders sah das Bürgermeisterin Andrea Lange. Das Feuerwehrlogistikzentrum sei eine Investition in die Zukunft: „Ich habe nirgends goldene Wasserhähne bei den Planungen gesehen!“ Das Zentrum entlaste auch die anderen Feuerwehrhäuser der Ortswehren von Rinteln, die, bis auf vier, in einem schlechten Zustand seien. Neben Steding und Lee stimmte auch Michael Wöbse (CDU und selbst Feuerwehrmann) gegen die Planungen: „Ich müsste erst einmal wissen, was der Feuerwehrbedarfsplan an Zukunftsplanungen für die städtischen Wehren hergibt, bevor ich da mein Ja zu geben kann!“
Die Ratsmehrheit sah jedoch keine Probleme und stimmte – bei fünf Enthaltungen – jedoch dafür, dass die Bauantragsunterlagen fertiggestellt und zur Genehmigung eingereicht werden.
(Text & Foto: ot)


























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