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Zukunft der Ausbildung: Wie Schaumburger Unternehmen die Generationen Z und Alpha begeistern können

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(Rinteln) Die Ausbildungswelt steht vor einem fundamentalen Wandel. Die nachrückenden Generationen bringen völlig neue Werte, Erwartungen und digitale Gewohnheiten mit in die Betriebe.

Wie Unternehmen hierauf erfolgreich reagieren können, war Thema eines Impulsvortrags an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Rinteln. Unter dem Titel „Ausbildung im Wandel – Generation Z und Alpha verstehen“ gab Referentin Julia Bock von der Agentur intercommotion aus Köln wertvolle Einblicke und praxisnahe Impulse für die moderne Nachwuchsgewinnung.

Initiiert wurde die Veranstaltung von Sabine Struckmeier, Bildungsgangleiterin an den BBS Rinteln. Dass das Thema den Nerv der Zeit trifft, zeigte nicht nur die breite Resonanz – zahlreiche Vertreter unterschiedlichster Schaumburger Unternehmen waren der Einladung gefolgt – sondern auch die starke Unterstützung aus der regionalen Wirtschaft. Gefördert wurde das Event gemeinschaftlich von der Wirtschaftsförderung Rinteln sowie den namhaften lokalen Unternehmen ROLEC Gehäuse-Systeme GmbH, Weser Bauelemente-Werk GmbH, Polyform Kunststofftechnik GmbH & Co. Betriebs KG, Precima Magnettechnik GmbH und der riha WeserGold Getränke GmbH.

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Referentin Julia Bock von der Agentur intercommotion aus Köln. (Foto: pr)

Der Generationenmix: Verständnis als Schlüssel

In ihrem Vortrag verdeutlichte Julia Bock, dass heute so viele verschiedene Generationen wie nie zuvor in der Arbeitswelt aufeinandertreffen. Ob Babyboomer, Generation X, Y, Z oder die nachfolgende Generation Alpha – sie alle zeichnen sich durch spezifische Merkmale und Bedürfnisse aus. Das gegenseitige Verständnis und die Akzeptanz dieser Unterschiede seien laut Bock der entscheidende Schlüssel für eine erfolgreiche und harmonische Ausbildung im Betrieb.

Besonders die Generation Z fordert ein Umdenken. Für sie sind Authentizität, Vielfalt, Nachhaltigkeit und eine gelebte digitale Routine selbstverständlich. Zudem streben die jungen Talente nach Selbstbestimmung, Flexibilität und einer ausgewogenen Work-Life-Balance. Diese Bedürfnisse, so die Expertin, müssen zwingend in moderne Ausbildungskonzepte einfließen.

Neue Rollen für Ausbilder

Mit dem Wandel der Jugendlichen verändert sich auch das Anforderungsprofil an das Ausbildungspersonal. Ausbilderinnen und Ausbilder sind heute längst nicht mehr nur reine Fachleute, die Wissen vermitteln. Sie fungieren vielmehr als Coaches, Kommunikatoren und Beziehungsgestalter, welche die persönliche Entwicklung und Motivation der Jugendlichen maßgeblich prägen. Neben fachlicher Exzellenz sind daher moderne Führungskompetenzen, ein starkes Selbstbewusstsein und eine klare Wertevermittlung unerlässlich geworden.

Von der Gewinnung zur langfristigen Bindung

Ein kritischer Punkt des Vortrags war die Berufsorientierung. Während Jugendliche oft selbst die Verantwortung für ihren Weg tragen und nur wenige Unternehmen sie dabei aktiv an die Hand nehmen, bieten innovative Ansätze enorme Chancen. Julia Bock empfahl den Betrieben unter anderem:

Schnuppertage: Sie gelten als hocheffektive Methode, um Jugendlichen praxisnahe Einblicke zu gewähren.

Moderne Methoden: Der gezielte Einsatz von Videos, interaktiven Workshops, Kennenlerntagen und Einzelcoachings holt die Generationen Z und Alpha in ihrer Lebenswelt ab.

Transparenz und Struktur: Klare Zielsetzungen und eine aktive Beteiligung der Azubis schaffen Sicherheit und Vertrauen von Anfang an.

Eine offene, wertschätzende Unternehmenskultur und Kommunikation sind dabei das Fundament. Eine frühzeitige Bindung – schon vor dem eigentlichen Ausbildungsstart – sowie eine kontinuierliche Kontaktpflege und ein positives Arbeitsumfeld fördern nicht nur die Motivation, sondern sichern den Betrieben langfristig loyale Fachkräfte.

Nach der Veranstaltung wurde die Zeit für Gespräche genutzt. (Foto: pr)

Raum für Austausch und Netzwerken

Wie groß der Gesprächsbedarf in der regionalen Wirtschaft ist, zeigte sich bereits vor und nach dem offiziellen Teil. Die anwesenden Unternehmensvertreter nutzten die Gelegenheit, um in lockerer Atmosphäre bei intensiven Gesprächen zu netzwerken, eigene Erfahrungen auszutauschen und im Anschluss an den Vortrag, die gehörten Impulse auf die eigenen Betriebe zu projizieren.

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Das Fazit des Nachmittags war eindeutig: Der Wandel der Ausbildung ist eine Herausforderung, die die Schaumburger Wirtschaft mit Offenheit und innovativen Ideen aber erfolgreich meistern kann.

(pr; Foto: pr)

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