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Zum Abschluss der Interkulturellen Woche: Kanadischer Ahornbaum auf Freibadgelände gepflanzt

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(Rinteln) Zum Abschluss der Interkulturellen Woche 2020 wurde jetzt ein Baum auf der Liegewiese des Rintelner Freibades gepflanzt. Bereits zur Malaktion „Rinteln ist bunt“ auf dem Marktplatz stellten der Kinderschutzbund und die Stadt Rinteln die Idee vor (wir berichteten). Familien aus Rinteln können sich mit einer kleinen Spende, etwa fünf Euro, an den Kosten der Baumpflanzung beteiligen. So wird jede von ihnen Teil des Gemeinschaftsprojekts, das unter dem Motto „Zusammen leben – zusammen wachsen“ steht. Wie Albrecht Schäffer vom Kinderschutzbund jetzt berichten konnte, sind bisher rund 300 Euro zusammengekommen. Es fehlen noch 200 Euro um die Kosten für Baum und Arbeit des Bauhofes zu decken. Schäffer ist jedoch zuversichtlich, dass dies gelingen wird.

Gemeinsam wird der kanadische Rotahorn eingepflanzt.

Bei dem rund vier Meter hohen Baum handelt es sich um einen kanadischen Rotahorn. „Ein robuster und zukunftsfähiger Baum in Sachen Klimaentwicklung“, weiß Bauhof-Chef Klaus-Ulrich Hartmann. Sein Blatt ziert die kanadische Flagge und im Herbst sorgt die rote Laubfärbung für einen schönen Farbtupfer auf dem Freibadgelände.

Bürgermeister Thomas Priemer, der die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen hatte, erinnerte daran, dass man Rinteln schon immer eine offene und tolerante Stadt gewesen sei. Eine langjährige Freundschaft mit Großbritannien, ein gutes Verhältnis zu der türkisch-islamischen Gemeinde, die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus Ex-Jugoslawien in den 90er Jahren oder die Aufnahme von rund 700 Flüchtlingen im Jahr 2015 in der ehemaligen Prince-Rupert-School nannte Priemer dabei als Beispiele des Prozesses der Integration, bei dem man näher zusammenrücken würde. So solle auch der Ahornbaum symbolische als Schutzelement für Menschen aller Nationalitäten dienen und künftig Schatten im Freibad spenden.

Gießen und Daumen drücken, dass aus dem Baum bald ein großer, kräftiger Schattenspender wird.

Kinderschutzbund-Vorsitzende Petra Rabbe-Hartinger hoffte aus Kindersicht, dass aus dem Rotahorn mal ein „anständiger Kletterbaum“ werden wird. Die Institution arbeite seit vielen Jahren an den Interkulturellen Wochen mit. Seit 2001 gibt es beim Kinderschutzbund einen Hort für Kinder mit besonderem Förderbedarf und rund die Hälfte aller Familienpaten arbeite bei Familien mit Migrationshintergrund, erklärte Rabbe-Hartinger die Arbeit des Vereins, der sich auch beim Flüchtlingslotsenprojekt für Geflüchtete einsetzt und ihnen bei vielen Belangen des Alltags behilflich ist. Integrationsbeauftragte Petra Uhe übergab die „Ideen für ein besseres Miteinander“, gesammelt an der Wünsche-Wand im Rahmen der Malaktion am Marktplatz an Stadtjugendpfleger Sebastian Beck mit der Bitte um Weiterbearbeitung und zum Schluss legten alle Beteiligten Hand an die Gartenwerkzeuge an und schaufelten das Pflanzloch zu. Ausgiebig Gießen – fertig.

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