(Rinteln) Im Dienstgebäude der Polizei Rinteln wurde Schimmel festgestellt (wir berichteten).
Nachdem am Freitag bereits ein erster Container auf dem Gelände vor dem Gebäude als Bestandteil einer „Mobilen Wache“ aufgestellt wurde, ist am gestrigen Montag der zweite Container geliefert worden und wurde entsprechend eingerichtet.
Auf Nachfrage äußerte sich jetzt die Pressestelle der Polizeidirektion Göttingen dazu, wie es weitergeht.
So seien die Container „eine temporäre Maßnahme und werden soweit möglich so lange genutzt, bis die vom Feuchtigkeitsschaden betroffenen Räumlichkeiten wieder nutzbar sind“. „Die Dauer der Nutzung hängt jedoch auch von der Verfügbarkeit der Container ab. Diese werden zentral von der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD NI) vorgehalten und können bei Bedarf von den Polizeibehörden zu bestimmten Einsatzanlässen angefordert werden“, heißt es weiter.
Auf die Frage „Was kostet das Aufstellen der Container der mobilen Wache sowie die weiteren Maßnahmen zum Thema Schimmel im Dienstgebäude der Polizei Rinteln?“ antwortete die Polizeidirektion: „Bei den mobilen Büro- oder Wachcontainern handelt es sich um Einsatzmittel der Polizei Niedersachsen. Die Bereitstellung seitens der ZPD NI ist kostenlos. Eine behördenübergreifende Verrechnung erfolgt in der Regel nicht. Die weiteren Maßnahmen zur Beseitigung des Schimmels obliegen dem Vermieter. Daher kann die Höhe der Kosten diesbezüglich von hier nicht abgeschätzt werden.“

Die Ergebnisse der Raumluftproben sind da
Inzwischen liegen laut Polizei auch die Messergebnisse der Raumluftbeprobung vor. „Die Raumluftmessung hat zum Zeitpunkt der Messung keine erhöhten Schimmelwerte im Vergleich zur Außenluft ergeben“, so die Polizei-Pressestelle.
Anhand von Materialproben konnten jedoch in einzelnen Räumlichkeiten Schimmelbelastungen nachgewiesen werden. Betroffen sind demnach das Herren-WC im Dachgeschoss (Stachybotrys chartarum) sowie ein Zwischenlager (Cladosporium). Im Wachbereich seien Schimmelsporen in der Raumluft (Cladosporium, Geotrichum candidum) nachgewiesen worden, „die jedoch der Konzentration der Vergleichsprobe der Außenluft entsprechen und noch im Toleranzbereich liegen“, so die Pressestelle weiter. Hier seien gegebenenfalls Folgeprüfungen erforderlich.
Aufgrund der Ergebnisse können alle Räume, mit Ausnahme des Herren-WC im Dachgeschoss, grundsätzlich weiter genutzt werden. Letzteres ist infolge der Messergebnisse für die Nutzung gesperrt. Weitere bauliche Maßnahmen oder Maßnahmen zur Desinfektion müssten nun mit dem Vermieter abgestimmt werden, so die Polizei: „Die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg hat sowohl den Regionalmedizinischen Dienst der Polizei als auch die Fachkraft für Arbeitssicherheit beteiligt.“
(vu)























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