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Von Käsekuchen, Toleranz und Beziehungsstress: 6. Poetry Slam im Ernestinum

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Der Poetry Slam ist eine liebgewonnene Tradition im Ernestinum. Anders als in den Vorjahren, wo der „Slam“ im Sommer stattfand, warfen angehende Dichter und Poetinnen diesmal in den kalten Wintermonaten mit Verben und Vokalen ihre Botschaften ins Publikum. So senke man die Durchschnittstemperatur des Events, befand Moderator Tobias Kunze. Der erklärte die Vorgehensweise und beförderte kurzerhand Gäste zu seiner Jury. Mit Kärtchen von 1 bis 10 ausgestattet, sollten Freiwillige nach den mehrminütigen Gedichten und Versen abstimmen. Die jeweils schlechteste und beste Note wurden gestrichen, so „vermeidet man Frust-Bewertungen verflossener Beziehungspartner oder Hype-Abstimmungen stolzer Mamas“, erklärte der quirlige Moderator aus Hannover.

Poetry Slammer Tobias Kunze führte durch den Abend.

16 Teilnehmer gaben ihre selbstgeschriebenen Texte zum Besten, die Organisatoren Kristina Rehr und Markus Rass zeigten sich stolz bei den teils gefühlsbetonten Einblicken der Schüler in ihre Gedankenwelt. Da war Jan, der über den Sinn des Lebens spekulierte und mahnte, irgendwann bekäme das Glashaus Risse durch den großen Druck von außen. Oder die Erkenntnis von Luisa, dass auch Models trotz des Drangs zum Perfektionismus Augenringe besäßen und zur Toilette müssten. Niemand sei schließlich perfekt und „wenn alle stinken, stinkt keiner mehr“.

Lily erntete für ihr starkes Statement über Gefühle in unstabilen Zeiten satte 97 von 100 möglichen Punkten. Laura zog mit ihrer Ansage für Toleranz und gegen Hass unter donnerndem Applaus gleichauf („mir ist egal ob Adam oder Eva zuerst da waren, ich knutsch´ beide, wenn ich Bock habe“). Mareike beichtete ihre Erlebnisse mit einem Käsekuchen-essenden Drachen im Zimmer. Daniela wünschte sich, ein „Stein“ zu sein, und zwar am liebsten „Einstein“, an dem man sich die Zähne ausbeißen könnte.

Vicky steht kurz vor dem Abitur und verarbeitete ihre Erlebnisse am Gymnasium zu einer Collage der größten Kinofilme. In „12 abgedrehten“ Jahren ohne Drehbuch und mit jeder Menge Darstellern sei man in dieser „unendlichen Geschichte“ namens Schule irgendwann einmal „ziemlich beste Freunde“ geworden. Die Poetry Slam Krone holte sich aber Jakob Gellermann, der mit dem wichtigsten Menschen in seinem Leben (sein „ich“) auch letzte Zweifler in der Jury überzeugte. 99 Punkte waren der Lohn. Auf Platz Zwei schafften es Laura und Lily gleichzeitig und den dritten Platz belegte Jan Männel. Und trotz Punktebewertung gilt: Alle Beteiligten haben grandiose Beiträge abgeliefert, so dass es an diesem Abend nur Gewinner geben konnte.

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